Feedback jeder Art Nur zu Besuch im Traum: In Indien

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  • SalSeda
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3.011
Im Land der Götter und Kulturen​
Gibt’s keine Zeit doch ticken die Uhren​
Auf einem Markt steh ich ganz benommen​
Wie bin ich hierher gekommen?​
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Die Farben grell hypnotisieren​
Gewürze mir wüst die Nase penetrieren​
Alle Sinne im Ekstasenrausch​
Die Synapsen geben überfordert auf​
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Jeder will mich selig sprechen​
Und den Fluch des vorherigen Brechen​
Von all den Gurus schwirrt mein Kopf​
Zu viel Weisheit für mich dummen Tropf​
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Magisch und dynamisch​
Auch ist irgendwie alles alkalisch​
Der Ganges glitzert wie ein Meer am Morgen​
Im Fluss getaucht ertränkt man alle Sorgen​
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Der Senf in Blüte auf jedem Feld​
Kurkuma, Kümmel, Curry Gelb​
Tanzen Mädchen in Seide gehüllt​
Lustvoll lebendig, die Straßen zugemüllt​
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Im Jade-Dschungel hinter der Mauer​
Liegt eine Tigerin auf der Lauer​
Einst entkommen aus einem Zoo​
Frisst sie nun gerne Menschen roh​
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Der Fakir dort in seinem Eck​
Meditiert auf einem Nagelbrett​
Erzählt wir sind nur Shivas Traum​
Früchte gepflückt vom Lebensbaum​
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Er gab mir Kuhmilch und Kobragift​
Verschwieg jedoch was es wirklich ist​
Jetzt hat mich Indras Blitz getroffen​
Als hätte ich Morgens Schnaps gesoffen​
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Dann spielt er Flöte und ich lausch​
Die Kobra steigt aus dem Turban auf​
Wie ein Speer durchbohrt mich sein Licht​
Das plötzlich aus seinem roten Punkt sticht​
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Indien selbst im Traum,​
dass sei gesagt als Tipp:​
Das ist keine Reise!​
Das ist ein Trip!​
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Dem Land der tausend Kulturen und Millionen Götter gewidmet​
 
Autor
Registriert
14.06.20
Beiträge
1.071
Ein emotional und sinnlich schön und wild coloriertes Bild. Leider war ich noch nie dort, aber dein Gedicht hilft mir, diesen Mangel zu schmälern.
VLG Peter
 
Autorin
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14.04.21
Beiträge
1.187
Das ist keine Reise!


Das ist ein Trip!
 
Hi Joshua,
 
wie wahr!
Indien war das Land meiner Träume und als ich es besuchte in ganz jungen Jahren, war es ein Alptraum. 
Da wünschte ich mir zum ersten mal meine Nase verschließen zu können, jeder Schritt war eine neue olfaktorische Überlastung, ein Grenzgang zwischen extremst süßen Jasmin und beißender Verwesung.
Mein einziger Trost war: Mango Pulp und morgens der Tschai, vor dem Taumel zwischen schlimmsten Elend und leuchtenden Palästen.
Bis Kalkutta und zum Ganges habe ich es damals nicht mehr geschafft. 
Sei froh, dass du nicht von den Augen geträumt hast, die einen überall begegnen, Augen trübe von Resignation und jahrtausendealtem Fatalismus.. Und dem  Aja Aja zum Kopfschütteln.
Wobei eine Freundin von mir seit Jahren dort Reiseführerin ist für die ist es kein Alptraum. Und heute würde ich es wohl auch anders erleben, wer weiß.
Ich bin grade von einem Traum erwacht, da fielen massenweise Bomben ins Haus , so ganz lange wie aus dem 2. Weltkrieg und ich fühl  mich noch ziemlich bedröppelt.
 
Liebe Grüße
Sali
 
 
  • SalSeda
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