oktoberfrost

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oktoberfrost
 
 
hinter dem verwaschenen
des morgens schimmert
ein frostiges beugen
der halme,
geschönt nur
vom bunt des welkens,
das sich augenweit breitet.
 
du hast mir einen schal
um den hals gelegt,
damit ich nicht friere,
doch ohne deine nähe
nimmt er mir die luft.
klagelaute verhallen,
im krächzen der krähen.
 
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Hach, ist das kalt und trostlos ... sehr traurig, berührend, lieber Perry.
Sehr schöne Bilder finden sich hier:
ein frostiges beugen
der halme,
fantastisch!
Dein "augenweit" erinnert mich an "Augenweide".
Ja, und den Schal spüre ich hier regelrecht um meinen Hals ...
 
Wie sagte noch heute der Wettermensch im Radio:
"Die Nächte bleiben eisig."
Kann man auch schön metaphorisch verstehen, oder? :wink:
 
Liebe Grüße
Mary Lou
 
PS: Ach ja, am Anfang könnte ich mir auch (oder sogar besser?) vorstellen:
 
"hinter dem verwaschenen
morgen ..."
 
nur noch so ein Gedanke!
 
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ja so unerwartet wie der Oktoberfrost, zieht manchmal auch in eine Beziehung Kälte ein.
Die Genetiv-Konstruktion "des morgens" ist sicher nicht sehr schön, aber ich wollte nach dem "verwaschenen" einen kleinen Lesewechsel, um das Enjambement etwas zu herauszuheben.
Danke fürs "Lob" und LG
Perry
 
  • Perry
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