Feedback jeder Art Spiegelbild

  • Ersteller Ersteller Ava
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Ava

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328
Ich schaue auf mein Spiegelbild, 
Angewidert starrt es zurück. 
Was bin ich geworden? Wer?
Ich war doch mal gut, 
Schon Jahre her, 
jetzt bin ich Dreck. 
 
Du bist lange weg.
 
Ich verdiene keine Liebe, 
Ich verdiene kein Glück, 
Ich verdiene kein Lächeln. 
 
Ich hab nichts davon für mich übrig.
 
Ich verdiene eure Liebe 
nicht, hört auf. 
Nein, tuts nicht. 
Ich selbst kann es nicht. 
 
Das Spiegelbild weint - ich lach es aus.
Es weint weiter – ich ball‘ die Faust.  
Doch der Schlag, der es trifft, 
trifft mich.
 
Autor
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Beiträge
3.011
Hallo Markus, 
 
also gesunder Umgang mit sich selbst sieht anders aus... 
ein zutiefst zerbrochenes Ich, reflektiert durch einen Seelenspiegel, würde ich sagen, der ein Bild falscher Glaubenssätze projiziert. 
In deinem Gedicht sehe ich den Kampf einer Seele. Ein Überlebenswille, dem der Anblick im Spiegel, und was aus ihm geworden ist, zutiefst anwidert. 
Der letzte Abschnitt passt da sehr gut, der Schlag gegen den Spiegel, die Entladung der angestauten Emotionen. Bang! 
Nur bleibt da die Frage offen, ob der Schlag nun zur Befreiung war, oder gar zur völligen Selbstvernichtung?
 
Meine bescheidene Analyse. 
 
LG JC
 
 "Der Spiegel erträgt einen flüchtigen, aber keinen prüfenden Blick" - Die Illusion zerbricht. 
 
Autor
Registriert
25.05.20
Beiträge
1.772
Lieber Just_Markus,
 
du hast gut dargestellt, wie die Abwärtsspirale funktioniert. Aber:
 
Wenn das Spiegelbild die Diagnose Selbsthass stellt, muss die Therapie etwas Gegensätzliches anbieten.
 
Sehr gern gelesen.
 
Grüße von gummibaum  
 
  • gummibaum
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