Feedback jeder Art Stell dir vor, du wärst ne Kuh

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Ballade von der armen Kuh
Stell dir vor, du wärst ’ne Kuh,
müsstest jetzt zum Schlachter gehn.
Oh, wie traurig wärest du,
niemand würde zu dir stehn.
 
Vor dem Auge deinen Tod,
alleine nur mit deiner Angst.
Niemand hilft dir in der Not,
leblos bald, wovor du bangst. 
 
In den Bergen, auf den Weiden,
fraßest du das saft’ge Gras.
Mancher schien dich zu beneiden,                
der nicht dieses Glück besaß.
 
Eines Tages kamen Leute,
zogen dich in einen Karren,
sind mit dir, wie fetter Beute,
einfach weggefahren.
 
Noch dachtest du, wird alles gut,
vielleicht ein neuer Wiesengrund?
Als man dich aus dem Karren lud,
schlug dir bereits die letzte Stund.
 
Am Ende warst du aufgehangen,
leblos an des Schlachters Haken.
Ein Stück Fleisch gut abgehangen,
am Grill ein Steak von deinem Nacken.
 
Autorin
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Hi, Arthur 57
Nee, das will ich mir gar nicht vorstellen.😁, Was einem als Kuh auch noch alles vor enthalten wird???  
lachende Grüße sendet dir Pegasus
 
Autor
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Hallo Arthur57, 
 
Ein Stück Fleisch gut abgehangen,
am Grill ein Steak von deinem Nacken
Lecker! Da läuft mir doch glatt das Wasser im Mund zusammen! 
 
Stell dir vor, du wärst ’ne Kuh,
müsstest jetzt zum Schlachter gehn.
Oh, wie traurig wärest du,
niemand würde zu dir stehn.
Da ist die Kuh ein armes Schwein würde ich sagen. Und hat großes Pech dass sie nicht in Indien auf die Welt gekommen ist, dort wäre sie vergöttert worden. 
 
Alles in allem verstehe ich was du mit deinem Text ausdrücken willst, finde jedoch deine Umsetzung weniger gelungen. Für so ein Thema müssten drastischere Bilder und Wörter her. Allein die Tatsache das ich bei den letzten beiden Sätzen, Lust auf ein gutes Steak bekommen habe (kein Scherz!) zeigt mir, dass der Text seine Wirkung verfehlt. 
Hätte ich den Text geschrieben, so hätte ich vielleicht am Anfang das schöne unbeschwerte Leben der Kuh auf der Weide beschrieben, bei guter Bergluft und saftigem Gras, inmitten der vertrauten Herde in der sie aufgewachsen ist. Dann ab der Hälfte des Textes hätte ich mit aller Deutlichkeit das nichtsahnende Rind auf den Weg zum Schlachthof geschickt und den Vorgang mit drastischeren Worten beschrieben. Am besten so das beim Leser ein bitterer Nachgeschmack im Mund bleibt, und ihm die Lust auf Steak vergeht. 
 
Ein Stück Fleisch gut abgehangen,
am Grill ein Steak von deinem Nacken.
Die beiden Sätze verfehlen ihr Ziel, wie gesagt. Das ließt sich viel zu lecker für all jene, die dem Fleischkonsum noch nicht abgeschworen haben, und den ein oder anderen Vegetarier der sich erinnern kann. 
 
Das wäre meine bescheidene Sicht auf deinen Text. Nicht mehr und nicht weniger. 
 
LG JC
 
 
Autor
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28.03.23
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Danke JC für deinen ausführlichen Kommentar. Du hast bestimmt recht, man könnte da wesentlich detaillierter einsteigen. Ich schreibe meine Gedichte oft in kurzer Zeit und aus dem Bauch heraus. Damit handeln sie ein Thema nicht immer  in aller Breite und Tiefe ab. Denke aber gerne über konstruktive Anregungen nach. Kann ich vielleicht beim nächsten Mal verwerten. Schöne Grüße, Artur57
 
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