Feedback jeder Art Thron im Nebel

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  • Cheti
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3.011
Thron im Nebel
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Zu meinem König sehe ich auf​
Nur die Sonne steht noch höher​
Auf dem Gipfel ist sein Thron​
Kehrt zu Erden er nie wieder​
 ​
Die Zeit hat ihn verlassen​
Da oben ruht er still​
Spricht kein Wort der Klage​
Wie das Eis, so sein Gefühl​
 ​
Ich will ihn besuchen​
Und fragen wie´s ihm geht​
So hoch oben im Nebel​
Wo sonst keiner bei ihm steht​
 ​
Wie ist mir der Weg so schwer​
Die Luft sie friert in meiner Lunge​
Die Finger taub und blau​
Tag für Tag ich mehr verstumme​
 ​
Manch einer muss hoch hinaus​
Der Mensch will alles sehen​
Den Weg den ich begonnen​
Werde ich zu Ende gehen​
 ​
So knie ich erneut vor dir​
Stumm und kalt blickst du auf mich nieder​
König des Berges, im weißen Gewand​
Auch wenn´s dich nicht freut, ich sah dich wieder​
 ​
Eis im Blut, gefroren ist dein Herz​
Tot bist du, für jeden Schmerz​
Die Tränen frieren mir, starr bleibt dein Gesicht​
Bin müde sehr, will nicht mehr heim​
So wird es das Beste sein​
Zu deinen Füßen falle ich​
Und bleibe liegen​
 
Autor
Registriert
29.12.14
Beiträge
419
Hallo Joshua,
 
dein Gedicht könnte die Hymne vieler Bergsteiger werden... und tatsächlich hat mich der Sprachrhythmus auch an eine Hymne o.ä. erinnert.
Ich mochte auf jeden Fall das Gefühl, das das Gedicht beim Lesen vermittelt hat – etwas nicht Unvorstellbares und doch Geheimnisvolles.
 
Ich freue mich auf mehr.
 
LG Cheti
 
  • Cheti
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