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Autorin
Registriert
17.01.24
Beiträge
488
Hast geschwiegen über Jahre,
stehen jetzt an deiner Bahre.
Wussten nichts von deinen Qualen,
Schweigen musst du heut bezahlen.
 ​
Überwacht von Obrigkeiten,
stecktest du in Schwierigkeiten.
Konnten dir nicht mehr vertrauen,
solltest uns nur noch beschauen.
 ​
Zwiespalt war für dich die Bürde,
Schweigen deine größte Hürde.
Täglich plagte das Gewissen,
heultest Rotz in deine Kissen.
 ​
Schluss mit diesen Spitzeleien,
keiner wird einmal verzeihen.
Hast als Freund den Freund verraten,
zahlst Tribut für deine Taten.
 ​
Plötzlich kamst du heut zu Tode,
deine Bremsen warn marode.
Oder sind die Obrigkeiten
immer noch am Weg bereiten.
 
Autorin
Registriert
07.05.24
Beiträge
394
Liebe Rosa,
 
Dein Gedicht erinnerte mich sofort an den Film  "Das Leben der Anderen" - ein deutscher, packender Politthriller aus dem Jahr 2006. Ich war wie gelähmt, als ich ihn vor einiger Zeit sah. Als ostdeutscher Bürger hat man so Einiges mitbekommen, aber längst nicht alles. Ich weiß nicht, ob ich richtig liege, kann Dir nur mitteilen, welche Gedanken mir beim Lesen Deines Gedichtes durch den Kopf schossen.
 
Ansonsten sauber im Trochäus-Stil gereimt. 👍
 
Liebe Grüße
Moni
 
ehemaliger Autor
Registriert
28.04.24
Beiträge
1.775
@Rosa Sehr berührendes Gedicht.Der ehemalige IM erlitt wohl einen tödlichen Autounfall, vielleicht von der Stasi verursacht.
Liebe Rosa, bist auch du von einem wie ihm verraten worden? 
LG Stephan
 
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