Unter der Brücke

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Er sitzt unter der Brücke und weiß nicht wohin.
Das ganze Leben scheint ohne Sinn!
Er sieht die Menschen und sieht das Leben.
Irgendwann hat er sich selbst aufgegeben.
 
Damals,als alles noch in Ordnung war
schien die Zukunft für ihn sonnenklar.
Verheiratet,zwei Kinder,ein eignes Haus
so sieht wohl sein perfektes Leben aus.
 
Dann ganz leise Schritt für Schritt
gab es nach und nach `nen Tritt.
Er verlor die Arbeit,er verlor sein Haus.
Die Frau zog mit den beiden Kindern aus.
 
Später versuchte er etwas Neues aufzubauen,
doch wollte ihm das keiner mehr zutrauen,
denn er war für sie zu alt.
Sein Absturz kam schon bald!
 
Jetzt sitzt er unter der Brücke und trinkt.
Versucht zu vergeßen,was nicht gelingt!
Und träumt von seinem alten Leben.
Was würde er nicht alles dafür geben!
 
 
Lg. Muse
 
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Die letzte Strophe hat schon was von einem Psychogramm und wird von den anderen Strophen gut vorbereitet. Die Ambivalenz zwischen Unglück und Unvermögen verleiht den Versen ihre Durchschlagskraft.
 
LG RS
 
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Danke dafür. Es ist schön,wenn jemand erkennt,was ein anderer versucht mit seinen Worten zu beschreiben.
lg Muse
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Hallo liebe muse 208 !
 
 
 
Dies ist ein sehr anrührendes Gedicht gefällt mir gut.javascript:emoticon('')
 
 
 
 
mfg.Ramona
 
Hallo liebe muse 208 !

 


 


 


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mfg.Ramona
 
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Dieses Gedicht ist all den Schicksalen,an denen wir achtlos vorbei laufen gewidmet.Danke,das es dich berührt hat.
LG Muse
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Guten Tag Muse,
 
von einem Autor kann verlangt werden, dass er sich per Imagination glaubhaft in andere Menschen und Lebensituationen hineinversetzen kann. Ansonsten kann die Beschreibung von Situationen außerhalb der eigenen Erfahrung schnell ins Unglaubwürdige wegdriften.
 
Das passiert hier aber nicht. Du beschreibst einen vorstellbaren, möglichen Schicksalsverlauf, der stellvertretend für andere sich so in der Realität ereignet haben könnte zur Mahnung an die uns alle, an uns, die Gesellschaft.
 
Für meinen persönliches Empfinden könnte man man ein paar kleine Verbesserungen einbringen:
 
In Z2 könntest Du die verallgemeinernd die Worte "für ihn" streichen, das verbessert den Rhythms,
In Z3 würde ich ggbf. die Verben "betrachten" und "sehen" tauschen, dann sieht er die Menschen nur an, aber aus der Rückschau auf sein Leben wird inhaltlich eine "Lebensbetrachtung".
In Z4 kannst Du das Wort "einmal" streichen. "Irgendwann" drückt den unklaren Zeitpunkt ja schon aus!
Z5: Verschreiber: Or(d)nung
Z6: anlag Z2 "für ihn" streichen
 
Strophe 4: etwas Neues (groß)
 
Und hinter die Kommas ein Leerzeichen.
 
Gerne gelesen
 
Gruß: lesewut
 
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Für deinen Kommentar zu meinem Gedicht bedanke ich mich erst mal recht herzlich.Ich werde mein Gedicht daraufhin noch einmal überarbeiten.Ganz besonders freut es mich,daß dir mein Gedicht gefallen hat und das du dich so intensiv damit auseinander gesetzt hast.
LG Muse
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