Hallo Darkjuls,
witzige Idee
Wie schön, dass man hier Hilfe erwünscht, anklicken kann.
Als erstes fällt mir die unregelmäßige Silbenzahl pro Vers auf.
Kann man machen, muss man aber nicht. Einige Zeilen stechen da hervor.
allein der Gedanke mich freudig erregt =
10 Silben unter den 8ern
2. VErs: du bist der Richtige - denke ich
Metrum hat Caudi schon gezeigt - 9 Silben zu den sonst 8
Also wenn man ein Gedicht selber "nur" laut vorträgt, kann man das betonunsmäßig wenn es nicht so arg ist gut kaschieren, nur in Schriftform, wenn es andere lesen, dann klappt das meist nicht).
Auch finde ich in einem witzigen Gedicht darf sich mal was verdrehn, abgekürzt werden, das kann das 1 mal sogar witzig sein.
Ich bin nicht so der große ixer vor dem Herrn, da höre mal auf Claudi!
Aber ich merke beim Lesen sehr wohl wo es hapert und da haperts für mich arg:
Ich brauche einen richt´gen Mann
richt´gen hmm ginge zur Not aber oben hast du schon mal den richtigen.... doppelt noch dazu verkürzt, nicht ganz so elegant.
der handwerklich zupacken kann
da haut das zupacken klanglich nicht hin das wird in echt anders betont als man es im Vers lesen muss, was ich automatisch mache und dann klingt es schepps.
der bohrt, nagelt, die Schrauben dreht
geht metrisch auch schief und wäre einfach zu ändern:
der nagelt bohrt und Schrauben dreht
(auch wenn ich nachvollziehen kann, dass das bohren vor dem schrauben stehen sollte
allein der Gedanke mich freudig erregt
jo böser Satz! zu lang zu unrhythmisch
- Wie der Gedanke mich erregt!- (ginge z.B.)
Die 2 letzten Verse haben wieder 9 statt 8 Silben
was ich persönlich sehr gerne mag, aber mir ist auch aufgefallen, dass diese meine Vorliebe (ich mach das selber gern und oft ist schon quasi mein Markenzeichen 🙂) nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt.
mit 8 Silben ginge es z.B. so:
Jetzt hast du deine Pflicht getan
wenn nötig, rufe ich dich an.
oder
brauch ich dich wieder ruf ich an
etc...
Liebe Darkjuls,
wir haben hier eine Metrumschulung am Laufen (ich brauche die auch) ich würde mich freuen, wenn du mitmachen würdest.
Das Handwerk zu lernen finde ich gut - ob man es dann so einsetzt oder wieder frei davon wird.... ist egal, aber der Unterschied ist dann: man weiß was man tut. Bei den Künstlern ist das auch so: sie beherrschen ihr Handwerk, danach sind sie frei.
Liebe Grüße
Sali