Feedback jeder Art winterling

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  • Perry
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wie jedes jahr bedeckt der schnee das weite land
legt sein seidentuch auf alles ruhende trotzig recke
ich mein blütengelb ins fahle licht der februartage
der frühzug bringt pfeifend nachschub an streusalz
und die eine die lächelnd das eis taut ich kratze mit
meinem hahnenfuß eine verbeugung ins frostgrau
du pflückst mich im überschwang der gefühle doch
wisse um das herzgift das in mir ruht dich füchsig
umschleicht wenn du am blütenblatt knabberst
 

Anhang anzeigen winterling Bild- und Tongedicht.mp4
 
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ich kratze mit
meinem hahnenfuß eine verbeugung ins frostgrau
du pflückst mich im überschwang der gefühle
Sehr gerne hineingefühlt lieber Perry,
auch wenn es noch ein kleinwenig dauern wird, wenngleich die Tage nun wieder am Längerwerden sind... gefällt mir sehr und berührt!
 
Herzlich liebe Grüße
Uschi
 
Autor
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Hallo Perry,
hier ein Gedicht, wo das lyrische Ich nicht im Focus steht sondern eine kleine pflanzliche Erscheinung. 
Sehr schön, und schön giftig! 
Liebe Grüße 
Carlos
 
Autor
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Hallo Uschi,
ja der Blick in dem schon etwas älteren Text richtet sich hin zum erhofften Frühlings(Liebes)erwachen.
Freut mich, dass Dich die Bilder berühren konnten.
Danke fürs Feedback und LG
Perry
Hallo Carlos,
der "Winterling" steht hier im übertragenen Sinn durchaus für ein LI, dessen "Charme (Gift)" das Herz der "Einen"
für sich einnehmen möchte. Man kann sich die angeknabberten Blütenblätter auch als Ohrläppchen vorstellen. Danke fürs Reflektieren und LG
Perry
 
Autorin
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Lieber Perry,
 
füchsig-schlau stellt sich das LI dar: als giftiges Hahnenfußgewächs. Da frag ich mich, was in seinem Kopf vor sich geht. Ja, wahrscheinlich nur, wenn es "im Überschwang der Gefühle" zu unbedacht gepflückt wird ...
 
Für mich ist dieses das Highlight (eine köstliche Vorstellung):
ich kratze mit
meinem hahnenfuß eine verbeugung ins frostgrau
 
Ein sehr heiteres Bild insgesamt, das vorschnell verführt, vor einem nicht eben heiteren Hintergrund. Gefällt mir gut!
 
LG Nesselröschen
 
Autorin
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Lieber Perry 
Wunderbar hört sich dieses Liebesgedicht an. Ich mag auch die unterschwellige Drohung des Winterlings gegen die Schöne.
Liebe Grüße Ilona 
 
Autor
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Hallo Nesselröschen,
die Bilder lassen sicher mehrere Deutungsmöglichkeiten zu. Meine ging in die Richtung, dass aus dem vordergründigen Pflücken im Überschwang der Gefühle, durchaus auch was Ernstes werde könnte. 
Das Bild mit der Hahnenfuß Verbeugung ist auch mein Highlight, weil es der "Giftigkeit" ein wenig Charme verleiht.
Danke fürs Hineinspüren und LG
Perry
Hallo Ilona,
die "Drohung" ist natürlich augenzwinkernd gemeint.
Freut mich, dass Dir die Bilder gefallen haben.
LG
Perry
 
 
  • Perry
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