woher wohin

  • Perry
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erwacht aus dem sinnenden traum fällt mein blick
auf den lebensbaum gepflanzt zur geburt des kindes
überragt er mich himmelweit mit seinen lichten ästen
 
wasser bricht das eis bahnt sich den weg durch sand
und gestein schwillt zum fluss ich lasse mich treiben
im strom der zeit finde mein ziel im wellenden weit
 
am ende ergebe ich mich wie ein waidwunder wal
verhalle im neuronengewitter sich entladender zellen
hoffe es gibt ein fernes gestade an dem ich anlande
 
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Hallo Perry,
 
dein Gedicht 'woher wohin' finde ich klasse.
 
Das LI reflektiert über das Leben, das Woher, das Wohin.
Im Strom der Zeit treibt es während seinem 'Menschsein' und verliert sich
dann im 'wellenden weit'. Am Schluss Akzeptanz oder Toleranz gegenüber dem
Unausweichlichen (sich ergeben) und die Hoffnung auf ein 'fernes gestade'...
 
Die Binnenreime gefallen mir, die Alliterationen ebenso; das Bild vom 'waidwunden wal'
könnte m.E. ein wenig kleiner und friedlicher ausfallen. Wie dem auch sei ...
 
Perry, ich meine dir ist ein schönes Gedicht mit beeindruckenden
Bildern gelungen, in das du perrytypisch jede Menge Fragen
hineingeflochten hast. - Daumen hoch.
 
Sehr gern gelesen und sinniert.
 
LG
Berthold
 
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Hallo Bertold,
danke für deine wertschätzende Kommentierung.
Was den "waidwunden wal" anbelangt ist er tatsächlich etwas auf die Spitze getrieben was Alliteration und Dramatik anbelangt, aber das Bild sollte auch eine Art sprachlichen und inhaltlichen Höhepunkt darstellen.
wink.png.5c2da39aedefcdb905935b6d57b8e2d5.png

Ich warte mal noch weitere Reaktionen ab, tendiere aber auch dazu, dass etwas weniger hier vielleicht mehr wäre.
LG
Perry
 
  • Perry
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