Feedback jeder Art Zwei Sterne

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03.10.20
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Zwei Sterne sind noch ganz gedrückt,
direkt ans Fensterkreuz gerückt;
geben sie ab ein gar trauriges Bild,
der Mondschein streift sie gelb und mild.
 
Die Zeit vergeht, ich schlafe nicht,
das Fenster gibt jetzt bessere Sicht;
auf meine Sternlein, die im Bogen,
zur Fenstermitte sind gezogen.
 
Da kann ich sie jetzt sehr gut seh n,
der eine groß und strahlend schön;
der andere klein im trüben Licht,
er blinkert nur, traut sich wohl nicht.
 
Mit jedem zweiten Wimpernschlag,
ich nunmehr ihn erkennen mag;
er morst mir zu, im weißen Licht
hervor tun, möchte ich mich nicht.
 
Der andere jetzt im hellen Schein,
kriegt vor Verzückung sich nicht ein;
so selbstbewußt sein Strahlen schreit,
wie ich ist keiner weit und breit.
 
In Wahrheit gibt es ihn nicht mehr,
sein wirklich Sein ist lang schon her;
ich weiß, es klingt jetzt abgedroschen,
er ist vor langer Zeit erloschen.
 
Wir sehen nur den letzten Schein,
die Finsternis holt ihn bald ein;
statt seiner wird s ein andrer sein,
vielleicht gar der, der heut noch klein.
 
Registriert
13.05.20
Beiträge
2.214
Unsere ewige Melancholie mit den Sternen. Und völlig richtig,  dass sie schon erloschen sind, wenn wir sie sehen.  Irgendwie traurig.  Du hast das wundervoll beschrieben.  
Schönen Abend 
Sonja 
 
Autor
Registriert
23.01.20
Beiträge
1.169
Wenn wir tot sind, sehen wir sie zu ihren Lebzeiten.
Ich freue mich auf den Tod, obwohl ich noch nicht sterben will.
Einzukehren in der Götter Reich ist der Sinn des Erdenlebens.
Hast Du schön geschrieben. 
 
LG Skalde 
 
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