Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.
ohjeh da habe ich ja ordentlich daneben gelegen. In meiner romantischen Vorstellung sah ich einen glücklichen Bohemen der das Glück hatte mitten in der Stadt auf drei Rehe zu stoßen, ein hans im Glück der mit seinen drei Euros zur Feier des schönen Momentes eine Packung Ziegenkäse und ein Wasser bei Aldi kauft und sich genüsslich an seiner Existenz erfreut und der Tatsache dass es im Talgrund mitten in der Stadt Noch Rehe gibt und dazu noch Schneefall: was für ein schönes LebenHallo Dionysos, Heiko, Anonyma
Drei Euros mit dem "s" hätten in der Tat unbesorgter geklungen, @Dionysos von Enno Aber ich wollte nichts Unbesorgtes schreiben und vielmehr die Parallele zwischen den Rehen und dem Beobachter herausarbeiten. Da hätte mich das "s" auch schon klanglich irgendwie gestört. Auch die Parallele zweier Endvokale in "Rehe" und "Euro gehört für mich zur Gleichartigkeit der beiden Zeilen zwei und drei.
Wenn man auf diese Gleichartigkeit achtgibt, bekommt man den Interpretionsfaden in die Hand, Haiko. Den Wildtieren geht es ind der kalten Jahreszeit bekanntermaßen schlecht. Durch die parallele Fügung von Zeile zwei und drei wird die Situation des Beobachters an die der Rehe assimliliert. Er hat kaum Geld, ist der Kälte ausgesetzt, Wir haben daher Grund, uns über die Güte seines Mantels Gedanken zu mchen. Gibt es denn viele Menschen, die ihre Zeit damit verbringen, Wildtiere zu beobachten, während es schneit? Vermutlich nicht. Der Beobachter im (dünnen) Mantel ist wahrscheinlich allein. Offenbar handelt es sich hier um eines dieser schwermütigen Winterwanderer-Gedichte, wie sie etwa Schubert in der Winterreise vertont hat. Das alles hat @Anonyma intuitiv schön erfasst und in Detailmalerei umgesetzt. .
Das Haiku, lieber Haiko, hat in der westlichen Welt in der vergangenen Jahrzehnten im Westen, vor allem auch im angelsächsischen Raum, großen Erfolge gehabt, weil es anschlussfähig ist an Tendenzen der lyrischen Moderne, als da wären weitere Verdichtung und assoziative Offenheit. Genau das macht die Interpretation von Haikus manchmal schwierig. Dieses Haiku hier hat als klassisch japanisches Element das Jahreszeitenwort (in unserem Fall "Schneefall"), das einen Natureindruck aufruft und damit fast wie ein Vorzeichen vor einer Klammer in einem mathematischen Ausdruck wirkt. Klassisch japanisch ist auch seine Diskretheit; von den Leiden eines lyrischen Ich ist hier nur auf verschlungenen Umwegen die Rede (die japanische Kultur ist keine Kultur des Ich-sagens.). Auch dieser Zug am Haiku gefällt mir sehr.
Beste Grüße
Onegin
In meiner romantischen Vorstellung sah ich einen glücklichen Bohemen der das Glück hatte mitten in der Stadt auf drei Rehe zu stoßen, ein hans im Glück der mit seinen drei Euros zur Feier des schönen Momentes eine Packung Ziegenkäse und ein Wasser bei Aldi kauft und sich genüsslich an seiner Existenz erfreut
Hehe ja ja … Ist dir das etwa zu kitschig ??
Sehr schön! und im Hotel Terminus wartet schon Romy Schneider auf ihn, nachdem sie Michel Piccoli den Laufpass gegeben hat... realisateur: Dionysos
Wir verwenden essentielle Cookies, damit diese Website funktioniert, und optionale Cookies, um den Komfort bei der Nutzung zu verbessern.
Siehe weitere Informationen und konfiguriere deine Einstellungen