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Wünschte ich anderes doch, als bei dir zu sein: Wie der Wind frei
und die Wolke, die zieht, gänzlich sich aufgibt im Blau!
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Seine, des LI, Definition von "Anderes" ist selbst in seinen Abgrenzungsbildern nur eine Bekräftigung des sich zuordnens zum "Du".
Das LI hat angst sich zu verlierenn wie die Wolke die sich ins Blaue auflöst.
Das LI möchte präsent und frei sein wie der Wind!
Doch es füllt sich zu jemanden hingezogen, der ihr diese Freiheit nicht erlaubt, nicht auf Augenhöhe mit ihr ist !?
Ich lese aus deinen Zeilen Unruhe heraus, Sehnsucht nach Freiheit, Drang nach der Ferne, aber etwas hält das Li davon ab.
"Wünschte ich anderes doch, " sagt mir dieser Vers.
es grüßt Pegasus
Hallo loop,
dein Distichon vom sehnsuchtsvollen LI gefällt mir sehr.
LI scheint hin- und hergerissen von dem Wunsch LD nahe zu sein und
dem Wunsch nach Freiheit … Beides zugleich, scheint nicht vereinbar.
Das 'Aufgehen im Blau' lässt Raum zur Interpretation. So wie ich es lese,
wünscht LI sich nicht, in Wassermoleküle zu zerfallen, sondern blickt hier
auf die Beziehung zu LD, auf den Wunsch, der eine möge im 'Blau' des
anderen aufgehen: Vielleicht also mehr Offenheit, Akzeptanz, Vertrauen etc.
Mir ist aufgefallen, dass du – wenn ich richtig gezählt habe – zwölf einsilbige
Wörter hintereinander stehen hast. Nach meinem Eindruck ändert sich so
ein klein wenig der typische Hexa&Penta-Klang.
(Das ist lediglich mein Eindruck, und du weißt ja: ich bin gerade erst dem
Hexa-Sandkasten entstiegen und habe mir die Sandkrümel vom Knie gewischt.)
Dein feines Werk regt zum mehrmaligen Lesen und Nachdenken an.
LG, Berthold
Hallo Loop,
ich habe sehr aufmerksam die Kommentare zu deinem Gedicht gelesen und eingesehen, dass ich davor deine Aussage nicht richtig verstanden hatte.
Du willst also, irgendwie, weg von einer gegenwärtigen Situation.
Was soll ich dazu sagen?
Da, wo du jetzt bist, hast du dir sehr wahrscheinlich gewünscht.
Angenommen, du befreist dich davon.
Etc.
Meine Erfahrung: Man kann alles lieben lernen.
Hallo loop,
mir gefallen die Verse und die spannungsvolle Idee sehr, die Stärke der Sehnsucht durch die Fluchtrichtung (Ich-Auflösung) darzustellen.
Dieser Sehnsucht kann das LI jedoch nicht entkommen, denn die gegenteilige Richtung einschlagen, (was sich auch als Nirvana deuten lässt), ist dem LI ganz unmöglich und es ist in der intensiven Sehnsucht zum LyDu gefangen.
Ich füge mal die Noten hinzu, wie fietje sagen würde:
Wünschte ich anderes doch, als bei dir zu sein: Wie der Wind frei
XxxXxxX || xxXxXxxXx
und die Wolke, die zieht, gänzlich sich aufgibt im Blau!
xxXxX ||XxxXxxX
Das "und" betont zu lesen fällt mir an der Stelle schwer. Ein Anapäst am Anfang stört mich hier aber nicht.
Würde man der Form folgen wollen ließe sich das umstellen, aber ob das besser ist?
Wünschte ich anderes doch, als bei dir zu sein: Wie der Wind und
frei wie die Wolke, die zieht, gänzlich sich aufgibt im Blau!
ferdi schrieb:Hallo Loop!
Hier könnte man, legte man den ganz strengen Maßstab an, noch etwas zu bedenken finden. Was aber immer auch eine Trockenübung ist – ein wirklicher Text ist immer und notwendigerweise ein Abwägen zwischen verschiedenen Notwendigkeiten, und am Ende hat gewöhnlich kein Punkt völlig die Aufmerksamkeit bekommen, die er eigentlich einfordert, und der entstandene Text ist trotzdem ein ausgewogenes, überzeugendes Ganzes.
Das gesagt:
Im Hexameter hast du zwei Betonungsmöglichkeiten nach der Zäsur, was an sich nicht so sehr stört, hier aber die Bedeutung verschiebt: "als bei dir zu sein" (und nicht bei jemand anderem), "als bei dir zu sein" (und nicht anderswo). Ob das einen Unterschied macht, weißt du am besten. (Viele Einsilber sind ok, wenn die Betonungen eindeutig sind, wäre da die Daumenregel?!)
Das "Und" am Anfang des Pentameters schaute ich noch einmal an. Wenn es so muss, geht es natürlich auch; aber der Pentameterbeginn steht ja unter dem Einfluss des Hexameterendes, und wenn du da mit einer vergleichsweise schweren Silbe wie "frei" schließt, ist es um so schwerer, das "und" auch nur leicht herauszuheben.
Das "aufgibt im" ist kein schöner Daktylus für die zweite Pentameterhälfte, aber je nun: das ist dann der Kompromiss, von dem ich anfangs geredet habe.
Gruß,
Ferdi
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