Feedback jeder Art Mani

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23.01.20
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Du bist weit weg, von dieser Erde
trotzdem seh ich deine Pferde
wie sie deinen Wagen ziehen
vor dem Wolfe Hati fliehen
 
wie ihre Hufe lautlos schlagen
in Zeitlupe durchs Weltall jagen
durch blaue Stille galoppierend
der Wagenräder Glut einfrierend
 
wirbelst auf, den Sternenstaub
der runterschwebt, wie Herbstes Laub
und dich bedeckt...dich sichtbar macht
in jeder wolkenlosen Nacht
 
die Midgardwölfe singen Lieder
lobpreisen dich, doch auch den Krieger
den Wolf, der nie hört auf, zu rennen
bis er dich hat, in seinen Fängen
 
an Ragnarök bist du verloren
doch wirst ein zweites Mal geboren
dann tauchst du wieder, ganz allein
die Nacht in sanften Mondenschein
 
 
 
 
Anmerkung
In der nordischen Mythologie heißt der Mondgott Mani. Er ist der Bruder der Sonnengöttin Sol und fährt in einem Streitwagen der Götter um den Mond herum, immer auf der Flucht, vor dem Wolf Hati, der ihn fressen will. Seine Schwester umkreist die Sonne und flüchtet ebenfalls in einem Wagen vor Hatis Bruder Skalli.
Ragnarök ist das Weltenende, wo die Götter gegen die Riesen in den Endkampf ziehen. An diesem Tag wird Hati Mani einholen und fressen. Seine Schwester ereilt das gleiche Schicksal. Doch einige Götter überleben und die Welt wird neu geboren...genauso, wie Mani und Sol.
Midgard ist die Menschenwelt...die Erde !
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Autorin
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08.05.19
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2.350
Hallo Matze,
 
ich bin nicht zum ersten Mal fasziniert, wie du Gestalten aus der Mythologie aufgreifst und verdichtest.
Einiges ist mir bekannt, anderes gänzlich neu, und so ist es als tauche ich in eine vergessene Welt ein.
Ich lese das Gedicht und dann die Anmerkung und bin erstaunt, wie gut du die Bilder lebendig werden lässt, ihnen eine dichterische Gestalt verleihst.
Dass die Hufe ("Pfoten" fände ich beim Wolf irgendwie passender) Hatis "in Zeitlupe durchs Weltall jagen" ist wohl der menschlichen Perspektive geschuldet - von Midgard aus betrachtet dürfte die Verfolgung wahrlich in Zeitlupe ablaufen. Die wahre Geschwindigkeit dürfte dagegen atemberaubend schnell sein.. ich bin mir nicht sicher, welche Perspektive du hier darstellen möchtest, aber ich vermute, dass das LI aus der ersten Strophe ein Mensch ist, und dies die durchgehende Perspektive ist.
Quasi ein Betrachter des Schauspiels am Himmel, kein Beteiligter.
Ein schönes bildhaftes Stück!
 
Liebe Grüße, Lichtsammlerin
 
Autor
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23.01.20
Beiträge
1.169
Hallo Matze,


 


ich bin nicht zum ersten Mal fasziniert, wie du Gestalten aus der Mythologie aufgreifst und verdichtest.


Einiges ist mir bekannt, anderes gänzlich neu, und so ist es als tauche ich in eine vergessene Welt ein.


Ich lese das Gedicht und dann die Anmerkung und bin erstaunt, wie gut du die Bilder lebendig werden lässt, ihnen eine dichterische Gestalt verleihst.


Dass die Hufe ("Pfoten" fände ich beim Wolf irgendwie passender) Hatis "in Zeitlupe durchs Weltall jagen" ist wohl der menschlichen Perspektive geschuldet - von Midgard aus betrachtet dürfte die Verfolgung wahrlich in Zeitlupe ablaufen. Die wahre Geschwindigkeit dürfte dagegen atemberaubend schnell sein.. ich bin mir nicht sicher, welche Perspektive du hier darstellen möchtest, aber ich vermute, dass das LI aus der ersten Strophe ein Mensch ist, und dies die durchgehende Perspektive ist.


Quasi ein Betrachter des Schauspiels am Himmel, kein Beteiligter.


Ein schönes bildhaftes Stück!


 


Liebe Grüße, Lichtsammlerin
Ganz lieben Dank, Lichtsammlerin.
Es sind die Hufe der Pferde gemeint.
 
Genau...ich betrachte von der Erde aus den Mond.
Vielen Dank, für das tolle Kompliment.
Freut mich immer wieder...
 
Autor
Registriert
08.06.19
Beiträge
35
Großartiges Gedicht. Gefällt mir sehr gut.
 
Lichtvolle Grüße
 
Ydalir
 
  • Managarm
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