Hallo Cheti,
danke für dein Feedback und deine inhaltlichen Gedanken zu meinem Text. Ich denke tatsächlich, dass dem Auferstehungsgedanken, auch im christlichen Kontext, eine allgemeinere bzw. eine universellere Bedeutung zukommt als dies landläufig geglaubt wird. Für meine Begriffe beinhaltet die Geschichte vom Auferstandenen, der dem Grab entstiegen ist, eine zeitlose Metapher, die über das einmalige Ereignis weit hinaus weist. Schaut man etwas genauer hin, so stellt man fest, dass sich Jesus selbst, der Begriffe Tod und Sterben, ihrer sinnbildlichen Bedeutung nach bediente. Beispiel: Als ihn seine Jünger vor einem erneuten Besuch Jerusalems warnten, da die reale Gefahr seiner Verhaftung drohte, da antwortete er: "Wenn das Samenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es hingegen stirbt, so wird es viel Frucht bringen" In dieser Überzeugung hat Jesus, scheinbar sinnlosem Leiden und Sterben, eine übergeordnete Bedeutung beigemessen und auch verliehen - eine Bedeutung, die leidvolle Geschehnisse nicht automatisch haben, sondern die sie eben nur durch vertrauensvolle Einwilligung und durch feste Überzeugung erfahren können und werden. Die Früchte, die seine Passion getragen haben wirken bis heute fort in jedem Menschen, der sich in den Worten und Handlungen Jesu wiederfinden kann. So verhält es sich mit allen Worten und Gebärden, die sich an zeitlosen Wertmassstäben orientieren - in ihnen werden die Toten auferstehen.
LG Elmar