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Suchergebnisse

  1. Driekes

    Feedback jeder Art Nicht im gleichen Maß

    An manchen Tagen ist das Licht eine Zumutung. Alles rückt zu nah. Die Gedanken laufen voraus, der Körper hält mit, und der Schlaf ist da, aber nicht brauchbar. Dann kippt es. Nicht als großes Ereignis. Eher wie ein Entzug. Dinge verlieren ihren Zug, Sätze ihren Willen, Nähe ihren Platz. Was...
  2. Driekes

    Feedback jeder Art Leere

    Aus der Reihe Randzonen (V) Er starrt ins Leere. Wie jeden Tag. Schon seit Jahren. Zwischen Sehnsucht und dem, was jetzt ist. Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
  3. Driekes

    Feedback jeder Art Was bleibt

    Ein blasser Schein verweilt im kalten Raum, als hätte Stein den einen Schritt bewahrt. Im Flur erstarrt die blinde Scheibe hart. Ein matter Trug, beinah nur noch ein Traum. Im Garten fällt schon Blatt um Blatt vom Baum. Nur Wind ist da, der durch die Zweige streicht. Am alten Putz das blasse...
  4. Driekes

    Feedback jeder Art Eingesperrt in sich selbst

    Ich will fliegen — doch was von Flügeln blieb, ist Ruß. Ich will laufen — doch meine Füße stecken im Grund. Jeder Schritt zieht mich tiefer. Ich will schreien — doch der Hals gibt nur Trockenheit zurück. Kein Laut. Nicht einmal ein Riss. Ich will fort — doch hinter mir: nichts. Vor mir: Wand...
  5. Driekes

    Feedback jeder Art Im eigenen Körper

    Hände liegen auf dem Tisch Haut liegt straff auf harten Knochen Adern ziehn in blauen Bahnen unter matter Haut Atem geht in kurzen Zügen hebt und senkt den engen Brustkorb stößt die Luft in stumpfen Takten durch den trocknen Mund Schritte gehn durch leere Räume tragen Last von Fuß zu Fuß...
  6. Driekes

    Feedback jeder Art Botschaft an den Elefanten

    Großer Elefant im Morgenstaub, der langsam durch die Pfade zieht, du trägst nicht Hast, du trägst Gewicht und weißt, was lange in dir lebt. Du kennst das Gras am Wasserlauf, den Schlamm, der kühl an Flanken haftet, den dumpfen Tritt auf trockenem Grund, die Spur, die hinter dir noch bleibt...
  7. Driekes

    Feedback jeder Art Poetik in acht Sätzen

    Acht Sätze über das Schreiben. Mehr Prüfung als Erklärung. Schreiben heißt: dem Ungefähren so lange die Tür versperren, bis ein Satz allein stehen kann. Schreiben ist der Versuch, dem Gedanken eine Form zu geben, die ihm nicht ausweicht. Man schreibt nicht, um Worte zu vermehren, sondern um...
  8. Driekes

    Feedback jeder Art Botschaft an die schwarze Orchidee

    Ein Gedicht in der Tradition der singhalesischen Sandesha-Kāvya – das Verborgene trägt die Botschaft. Du schwarze Orchidee im Schatten, fern allem offenen Licht, du wächst, wo keiner nach dir sucht, im Atem feuchter Erde. Du kennst das Blühen ohne Zeugen, den Duft, der im Verborgnen bleibt...
  9. Driekes

    Feedback jeder Art welcome to hell

    während Styx den Stein scheuert, liegt das Boot. ein Fährmann am Bug. Die Münze kalt im Mund. langsam lernt das Holz, wie Knochen klingen. chthonisch sitzt Charon. Augen leer. ohne Rückweg zieht das Wasser. mit bitterem Kern fault selbst die Nacht. ein Hund hebt kurz den Kopf. Dann nicht mehr...
  10. Driekes

    Feedback jeder Art Der Baum

    Aus der Reihe Gedankensalat (XXX) in Form einer Prosopopöie Ich stehe lange genug, um den Irrtum der Bewegung zu kennen. Alles, was sich beeilt, verschwindet früher, als es glaubt. Blätter, Tiere, Stimmen, Sommer – sie kommen mit dem Anspruch auf Dauer und enden wenig später im Dreck. Der...
  11. Driekes

    Feedback jeder Art Kälte

    Aus der Reihe Randzonen (IV) Es war nicht kalt. Nur leer. Die Wärme zog sich zurück. Was blieb, war still ohne Nähe.
  12. Driekes

    Feedback jeder Art Nachtmarkt

    Die Form dieses Gedichts ist lose von der Rhythmik singhalesischer Kavi-Dichtung inspiriert. Im Deutschen erscheint sie hier als knappe Vierzeilenbewegung von 4–8–8–4, hörend angenähert, nicht streng nachgebildet. Dunkle Gassen Ölrauch hängt still im Lampenschein Ein Händler schenkt den süßen...
  13. Driekes

    Feedback jeder Art Körper

    Der Körper ist noch da. Schwer. Gegenwärtig. Er hält mich. Nicht aus Nähe, eher aus Gewohnheit. Ich liege in ihm wie in etwas Fremdem, das mich nicht gehen lässt. Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
  14. Driekes

    Feedback jeder Art Unter Titanenhänden

    Aus der Reihe Gedankensalat (XXIX) ein mythopoetischer Gedankensalat in freien Rhythmen Ein Hauch im Chaos, getragen über die Sonne hinaus, dorthin, wo das Licht seinen Namen verliert. Durch Räume ohne Zahl, durch Glanz und Äonen Schweigen stehen die Schatten der Toten dicht im großen Dunkel...
  15. Driekes

    Feedback jeder Art Tauzeit

    Es beginnt unspektakulär. Rostfarbiger Dunst über den Wiesen. Der Frost gibt nach – nicht aus Einsicht, nur weil die Tage weiterlaufen. Das Gras klebt an den Schuhen. Vogelrufe, als prüften sie den Tag. Zu frühe Schritte im weichen Boden. Dieses Gefühl: Es geht los, bevor man es versteht. Die...
  16. Driekes

    Feedback jeder Art Werkstattregel

    aus der Reihe „Poetische Notate“ (I), Erst wenn das Wort den Überfluss verlor, tritt aus dem Lärm ein wahrer Satz hervor. Nicht Fülle macht ein gutes Gedicht – der Satz wird klar erst dort, wo man ihn licht.
  17. Driekes

    Feedback jeder Art Weltmutter

    Für die gefallenen Kinder und ihre Mütter Mutter, dein Wort steigt nicht mehr aus deiner Kehle. Es kommt aus einem Ort hinter den Dingen, wo alle Wege zusammenlaufen: Mein Kind ist gefallen. Die Welt wird weich, als hätte sie verlernt, hart zu sein. Kein Name bleibt. Kein Land. Keine...
  18. Driekes

    Feedback jeder Art Zu schwer

    Ein mythopoetisches Gedicht in freiem Vers über das Gewicht des eigenen Lebens. In der Nacht führte mich der Weg in die Halle der Namenlosen. Anubis trat hervor. Schwarz wie der Stein der Wüste, still wie ein Urteil. Sein Blick wusste alles. Vor ihm die Waage. Eine Schale: mein Herz. Die...
  19. Driekes

    Feedback jeder Art Der Tempelteich

    Aus dem Kavi-Silumina-Zyklus "Gärten der Zeit" Teil I Hinweis zum Zyklus: Diese Gedichte sind von der klassischen singhalesischen Dichtung inspiriert (Kavi-Silumina, 13. Jh.), Anders als meine Sandesha-Gedichte stehen hier nicht Boten im Mittelpunkt, sondern Landschaften, Orte und Bilder, die...
  20. Driekes

    Feedback jeder Art Der Augenblick

    Ein Moment, in dem Licht sich sammelt, als wolle es, für einen Herzschlag, Welt sein – und im selben Zug zerfällt, wie etwas, das nie Besitz sein wollte. Nicht Kreis, nicht Rückkehr – nur eine Spur im Offenen, die weiterzieht. Alles bewegt sich, alles löst sich, und bleibt doch – im ständigen...
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