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Feedback jeder Art Im eigenen Körper

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  • Driekes
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Hände liegen auf dem Tisch
Haut liegt straff auf harten Knochen
Adern ziehn in blauen Bahnen
unter matter Haut

Atem geht in kurzen Zügen
hebt und senkt den engen Brustkorb
stößt die Luft in stumpfen Takten
durch den trocknen Mund

Schritte gehn durch leere Räume
tragen Last von Fuß zu Fuß
spüren noch das eigne Gewicht
auf dem kalten Stein

Spiegel zeigt ein altes Bild
Züge stehn in fahlen Linien
Blick bleibt hängen im Gesicht
und erkennt sich nicht

1776265571186.png


Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
 
Lieber Driekes, sich anders zu fühlen, als das Spiegelbild einem weismachen will, das kenne ich. Wenn es einem mit der Zeit gelungen ist, sich anzunehmen wie man ist, wird es doch zunehmend schwerer sich im Spiegel zu erkennen, da der Geist junggeblieben und wach ist und der Körper altert. Dein Gedicht macht diesen Widerspruch deutlich. Man spürt sich, aber sieht sich nicht. Letztlich wird man dankbar, dass der Körper noch so fit ist, dass der Geist sich seiner betätigen kann. Ob es angenehmer wäre, den Alterungsprozess nicht bewusst zu erleben, ich weiß es nicht. Liebe Grüße Juls
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin @Rudolf Fritz-Roessle,

danke dir –
gerade dieses kurze Innehalten passt gut zu dem Text.

Liebe @Darkjuls,

danke dir für deine genaue und zugewandte Rückmeldung.
Du hast den Widerspruch sehr treffend benannt:
dass man sich spürt und doch im Spiegel nicht mehr ganz einholt.
Genau in diesem Spannungsfeld ist der Text entstanden.


Liebe Grüße
Driekes
 
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