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X - Das Wegekreuz
Was halb nur ist, soll hier zusammenschlagen,
zwei Wege, doch auf welchem wirst du wandern?
Auf einem fremd und einsam auf dem andern,
daneben wartet dunkles Unbehagen.
Das Wegekreuz zerrt dich zu beiden Seiten,
womit es dich dazwischen stehen lässt.
Und eine...
IX - Die ewige Umarmung
Mit Blut besiegelt und so soll es sein:
Da ist ein Wunsch, den du noch nicht gesprochen,
noch nicht erdacht hast, hinter deinen Knochen.
Da steckt er scharf und tief im kleinsten Klein.
Kaum merklich wächst er in dir weiter an.
Was würde wohl von dir noch...
VIII - Der dunkle Teil des Ganzen
Die Wünsche tröpfeln, wie aus einer Wunde.
Du nimmst nicht weniger als alles hier.
Gib ihnen keinen kleinen Teil von dir,
am Ende geht doch alles eh zugrunde.
Doch einer dort hat wohl den Tag bestohlen
und eine ganze Stunde sich verschafft...
VII - Der Sternzug
Sie zeichnet Strich um Strich auf dunklem Grunde
ein gold’ner Funke aus, und eine Reise.
Wo Staub und Nebel war’n, ist eine Schneise,
und an den Enden sind zwei halbe Runde.
Was halb nur ist, will zueinanderstreben,
so kreisen auch um dich die Hälften weiter...
VI - Rauch und Asche
Und eine Kralle schrieb sich glühend ein
in Haut und Fleisch und so viel Raum dazwischen.
Der erste Strich war still, dann kam ein Zischen,
der zweite Strich drang tief in Mark und Bein.
Und sie, die willentlich den Schmerz ertrug,
ließ für den dritten ihren Willen...
V - Das Pendel
Vom ersten Licht und seiner Poesie
bis hin zur letzten Unaussprechlichkeit:
Das Pendel schwang schon eine Ewigkeit,
umkreiste Sandkorn und auch Galaxie.
Da schwang das Pendel eng um einen Kern,
kam näher und auch ihr wart euch so nah.
Bis dann der Kern zerbarst und...
IV - Der Feuermacher
Und tausend Sterne wurden zu Geschichten,
die er auf diese Höhlenwände schrieb.
Er war ein Fremder, der kein Fremder blieb,
und wusste seinen Willen zu verrichten.
Bald wurden leere Wände seine Wände.
Bald schlug er Holz nach seinem Maß.
Er zimmerte die Bank, auf...
III - Die Dagewesene
Sie bog sich unter eigenen Gewichten,
denn lange Zeit war sie für sich allein.
Ein kleiner Keim spross unter einem Stein:
Sie nahm dich an sich, um dich aufzurichten.
Doch diese Arme hielten viele Winter,
und außer Kälte hatte sie nicht mehr.
Da welktest du dahin...
II – Der Fortgebliebene
Da war ein schwarzer Schlund, der Leere spie,
und finst’re Tropfen rannen in die Ecken.
Auf einer Linie spieltest du Verstecken
und hinter dieser suchte er dich nie.
Als dann die ganze Leere draußen war,
da ist der schwarze Schlund von selbst...
Was wär ich ohne dich, du mein geliebtes Fleisch?
Du bist so rosig, zart und reizend anzuseh’n.
Und dieser süße Duft macht mich verrückt, ich nähm‘
dich ganz allein. Doch sieh: Wir haben Gäste. Husch,
Freund Publikum, ihr müsst nicht länger warten, nascht!
Friss, Made Nimmersatt, dich...
Was wäre denn, wenn du und ich ...
Ich meine: Ist es vorstellbar, dass wir
nicht mehr sind? Du – Gott, bist du schön – mit mir?
Denk nur daran, wie wäre das für dich?
Reib' deine Augen...
Die Zeit ist ein Leid, das den Wesen gegeben,
in Körper und Geist und Seele und Herz,
es ist auch zu finden in mancherlei Scherz,
des Widerstands, zynisch, gehalten auch wegen
dem endlichen Wert dieser Welten, die geben
der Zeit dunklen Sinn aus diesem Schmerz
und töten die Wesen für...
Die Fehler des Menschen durch all seine Zeiten
erträgt er nur schwer mit Blick auf das Gestern,
er trägt es nur schwer, wenn die Menschen verlästern
den Menschen, den Schwachen, die Menschen, die leiden.
Die Fehler der Zeiten, die will er vermindern
durch Klärung der Wahrheit, des Guten...
Sternenlauscher
&
Die Kosmologie der Dogon
Es zog ein kleines Staubkorn durch das All.
Ein blauer warmer Stern, der fing es ein.
Und so begann das Leben hier, noch klein.
Natur erwachte hier und Überall.
Dann wild und ungestüm manch neues Leben.
Ein sprunghaft wachsend und so...
Grüne Spitzen zeigen sich an Bäumen.
Die Sonne zeigt ihr lächelndes Gesicht,
sie spendet uns ihr warmes, helles Licht.
Lässt uns von erwachtem Leben träumen.
Wenn Blütenpracht aufs neue erwacht
und Bienen sich an ihrem Nektar laben
um Kraft für neues Leben zu haben,
dann hat der...
Die erste Liebe blühte ungeübt
mit Händchenhalten, Kuss und Treueschwur.
Sie ankert fest im Herzen, ungetrübt.
Die Zweite brannte heiß und folgte nur
der Fleischeslust. Als sie verglomm,
erwuchsen neue stets um diesen Preis.
Verzweifelt kämpfte ich, bestimmt nicht fromm,
zerschmolzen in...
Der Liebe Frühling
In Töpfen sprießt, gedeiht, was längst ich in mir spüre.
Dem Winterfrost zum Trotz zeigt etwas, dass es lebt.
Im Garten liegt noch Schnee, kein zartes Pflänzchen strebt
empor dort draußen, dass die Sonne es berühre -
doch auf der Fensterbank lugt scheu aus dunkler Türe...
Sonettodehymnus
"Wer dichtet, muss ein Feingeist sein!
Gepflegtes schreiben, mild, erhaben,
muss sich am Edlen, Linden laben,
darf niemals derb, politisch sein!
Auch muss die Feder Werkzeug sein!
Ins Tintenfass getaucht und schaben,
das Werk darf keine Kleckse haben,
muss, wie der...
Friedensrose
Jede Rose kann mich heut erfreuen.
Gemalt in tausend Farben, tausend Sprachen.
Die Blume schafft es Trübsinn zu zerstreuen
und Angst, zu wandeln hin zum frohen Lachen.
Ein Bild für Christus seh ich in der Pflanze.
Geschaffen von dem Künstler Frank als Zeichen.
Mit Knospen...
Falten die das Leben gräbt
Wenn ich mich straffen lass im Geiste dieser Zeit,
den Jahren schlage ich ein Schnippchen, ganz gewollt.
Die Falten glätten sich für meine Fraulichkeit
perfekt im Stil von heut, der Gegenwart gezollt.
Das Scheusal Alter hat nach Mode nie gefragt,
es zeugt vom...