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Er umschleicht den Rand des Abgrundes
bezaubernde Augen zwinkern von unten
einladende Arme winken ihm zu
hier ist sicherer Boden
 
Er bewegt sich in teuflischen Kreisen
auf den Mittelpunkt der Schwerkraft zu
sie zieht an seinen tönernen Füßen
hier ist Nirvana
 
Er greift nach einem Halt
seine Fingerspitzen berühren hohle Stängel
er findet nur Strohhalme
hier ist die Reling
 
Er sucht den Horizont nach Hoffnung ab
keine Suchmannschaft, keine Rettung
Erlösung ein närrischer Traum
hier liegt dein Entkommen
 
Er kauert an der Kante, gefühllos
keine Kontrolle zu erlangen, ein Impuls
er löst seinen Griff und blinzelt
spring
 
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Das ist eine überzeugende Darstellung die vor allem nicht den moralischen Zeigefinger hebt. Sehr konzentriert zwar aber in der Führung geradlinig.
 
LG RS
 
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Damit bist du mein erster offizieller Leser hier... konzentriert nehme ich mal als Kompliment, überhaupt klingt dein Kommentar sehr positiv. Sind dir irgendwelche Schwachstellen oder Unsicherheiten aufgefallen?
Wenn ja, bitte immer darauf hinweisen, bin stets dankbar für Feedback, denn manchmal verliert man bei seinen eigenen Sachen den Blick fürs Detail...
 
LG,
Tintendrache
 
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Wenn ich unbedingt was verbessern soll;-), dann vielleicht den Gegensatz aus der letzten Zeile jeder Strophe mehr in die Strophe integrieren das es auf lineare Art und Weise einen Kreis formt. Das ist aber nicht leicht und soll die Leistung auch nicht schmälern.
 
LG RS
 
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Ich finde es prima..Du spielst mit der Sprache und mit dem Klang der Wörter..Es ist wie ein tänzeln auf dem Parkett des Lebens.
Gott sei dank, sind die Geschmäcker vrschieden..es muß ja allen nicht alles gefallen..
Mache weiter so, ein sehr interessanter Stil den du da entwickelst mehr als nur ein starres Sonett..Du hast eine freie lebendige Form gewählt aber mit eigender Struktur durchsetzt..
ausgezeichnet ...der Samen wurde gesät nun muß der Baum nur wachsen..
Denn ein Sonett kann jeder Anfänger schreiben ,aber das was Du erschaffen hast ist was besonderes eigenes..
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Alles Liebe von mir
Doreen
 
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danke für deinen interessanten Kommentar, als Sonett war das hier eigentlich nicht konzipiert, aber manchmal überrascht man sich eben selbst
smile.png.f906b075d0d635c0b59813836a4af7e8.png

 
Ich freue mich, dass es "rüberkommt", bin nämlich noch ziemlich unsicher was meine Gedichte in deutscher Sprache angeht (normalerweise schreibe ich auf Englisch).
 
Liebe Grüße,
Tintendrache
 
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Irgendwie erinnert mich dieses Gedicht von seinem Gedankengang an die inneren Monologe, die wir früher mal schreiben mussten.
Man bekommt wirklich eine lebendige und sehr einfühlsame Einsicht in jemanden. Echt gut gelungen!!
 
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Aichi hat ziemlich viele englische Sachen, und ich habe auch eins:
 
http://www.dichter-forum.de/university-maastricht-vt910.html
 
LG RS: Vielleicht merkt man später bei dir dass du gewisse Umsetzungen von englisch nach deutsch und umgedreht kreativer hinbekommst als wenn du nur in einer Sprache schreiben würdest. Stell doch mal die englische Version dieses Textes hier rein?
 
LG RS
 
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nein ich meinte das du kein Sonett geschrieben hast..sondern was eigenes,ein freies Gedicht mit eigendem Charakter.
 
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Na, da soll mich doch einer... sorry, Doreen, klassischer Fall von aneinander vorbeigeredet 😳
Das kriegen wir hoffentlich in Zukunft besser hin.
 
@soloveme: Danke schön für das gut gelungen!
 
Liebe Grüße,
Tintendrache
 

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