[QUOTE='Wilde Rose]Herbstig vier Uhr
Scheibguck
trifft's trüb
kahl dunkelt's
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[/QUOTE].
Hallo Wilde Rose,
meine Gedankenreise mal so: ... als würde LI über den Blick durch das Fenster schon vorab längst von dieser "herbstigen" Stimmung getragen sein es ist vier Uhr nachmittags ; schaut hinaus ./ bestätigt sich ihr dakores Gefühl, trifft sie im doppeldeutigen Sinne das Draußen;
es zeigt sich in seiner scheinbaren "Trübnis", assoziiert LI eine scheinbare, "kahle" Natur anderer innerer Lebendigkeit , und es dunkelt auch schon, sinnt LI: ein licht_Dunkeln, gibt mir Ruhe, darf mir Zeit nehmen, da zu sein.
Ja, tatsächlich, spüre ich hier zwischenzeilig, gerade mit dem bewusst gesetzten Titel herbstig, vier Uhr Li in einer ruhig sinnenden Stimmung, wäre das scheinbar Naturtrübe nur eine andere Sicht von töne-leiserem Leben.
mal so meine empfundene Stimmung aus deinen Zeilen , 🙂
sind sie auch wortig konsequent 'dicht' gesetzt, Zeile für Zeile, hat der Herbst ein Gesicht in seinerselbst er ist so direkt ./ liegt es an mir (LI), das innere Leben aus ihm heraus zu stibitzen.
... bin in dieser pro_Sicht passierte in mir so gerne Zeile für Zeile spürig mitgegangen;
ein besinn-pfeifendes Tschüss, Dichtel ...
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übrigens, hat es mich gefreut , 🙂 , Wilde Rose, dass du dein eigenes Werk hier eingestellt hast ... war auch so meine vorab_Idee, dass es quasi ein Haiku-Faden für jeden ist, im Sinne dieses "(be)wegt's" und "(be)rührt's" ... ohne eine bestimmte Bild-Vorgabe.
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