Feedback jeder Art Allererste Liebe

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  • Patrick
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Auf dem Kopf gestanden
Auf Händen gelaufen
Für dich trug ich nur Hosen
"Schon wieder ein Mädchen."
Zentner Kohlen geschleppt
Steine vom Acker gesammelt
Gewartet
auf dich
auf eine Regung
eine Geste
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Du bliebst stumm
bliebst fern
Ich hätte dir das Gold
von den Dächern geholt
Vater
 
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Hallo Seeadler,
 
Verzweifelt und wie es scheint, vergeblich um die Liebe des Vaters gekämpft. Schlimmeres kann einem Kind wohl kaum passieren. Ganz toll beschrieben, bravo!
LG Sid
 
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Guten Morgen @Seeadler,
leider gelingt bzw. gelang es insbesondere Männern früherer Generationen nicht, Kindern ihre Liebe zu zeigen. 
Die eigene Erziehung spielte da wahrscheinlich eine große Rolle. 
Viele Grüße 
JoVo
 
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Hallo Seeadler,
das LI blieb unbeachtet weil es ein Mädchen war. Egal was es anstellt, es wird nie der erhoffte Sohn sein können. Es ist schmerzlich sich ungeliebt zu fühlen – sich aber ungeliebt zu fühlen, weil man weiblich ist, hat noch einmal eine andere Qualität, denke ich. Es lässt sich ja nicht ändern.
Deine eindringlichen Worte machen es direkt fühlbar.
Danke fürs Teilen.
LG Lydia
 
 
Autorin
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Hallo Seeadler, die allererste Liebe eines Mädchens gilt dem Vater. Traurig, wenn man das Gefühl hat, sich die Zuneigung verdienen oder erarbeiten zu müssen. Ich kann Deine  Gedanken sehr gut nachempfinden.
 
Liebe Grüße Juls
 
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Hallo Seeadler,
 
ich fühle mich erinnert an das Märchen "Rumpelstilzchen",
in dem ja auch der Vater seine Tochter an einen andren Mann verschachert
mit der Behauptung,
sie könne Stroh zu Gold verspinnen.
Eine derart unter dem Leistungsprinzip aufwachsende Tochter
kann tun, was sie will -
sie wird nicht ankommen können -
bei sich und in ihrer selbstbestimmten Weiblichkeit.
 
Sehr gerne gelesen und bedacht
und froh darüber,
dass diese Zeiten allmählich verblassen - zumindest was Dtld. anbelangt.
 
VG Sternenherz
 
Autor
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Das gefällt mir sehr, liebe Seeadler. Auch, dass das entscheidende am Ende steht.
 
Gruß von gummibaum
 
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Hallo Sid, Nach 3 Töchtern, sollte  ihm nun endlich ein Sohn als männliche Unterstützung zur Seite stehen.
Wieder nix. Sogar Hund und Katze im Haushalt waren weiblich. Ich habe dann die Rolle übernommen. Aus Liebe. Danke für deinen einfühlsamen Kommentar. Habe beim lesen kurz mit den Tränen gekämpft. Bin eben immer noch eine Kämpfernatur.😉
 
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Hallo Jovo,  so geht es vielen, und nicht nur "Mädchen". Ja, die eigene Erziehung spielt eine große Rolle, und  die war in der Kriegsgeneration nicht sehr liebevoll. Gefühle zeigen? Tabu. Ein Kind versteht das aber nicht. Erst viel später, dann hilft es bei der Bewältigung.
 
Herzlichen Dank für dein Einlassen und deine Worte
 
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Hallo Lydia, so ganz schlimm wird es erst, wenn man das selbe Muster mit dem Partner wiederholt. Um Liebe zu kämpfen, käme mir heute nicht mehr in den Sinn. Besonders wenn ich merken sollte, dass der Einsatz vergeblich ist. Da gehen bei mir sofort alle Lampen an.
 
Herzlichen Dank dir.
 
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Hallo Juls, früher wurde noch erzogen, wogegen heute mehr begleitet wird. Das kann ich an meinen beiden Söhnen sehen. Tolle Väter, sogar mit ihren Mädels. ☺️
 
Herzlichen Dank auch zu dir.
 
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Hallo Sternenherz, hätte ich Stroh zu Gold spinnen können, hätte es nichts an dem Verhalten meines Vaters
geändert. Ich war  eben kein Junge und seinen Zorn darüber hat er mich spüren lassen, indem er mich hartnäckig ignorierte.
 
Herzliche Dank dir.
 
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Hallo Gummibaum, erst habe ich überlegt, ob ich das letzte Wort ganz weglassen soll, aber dann fand ich: es passt genau dahin.
 
Herzlichen Dank, dass du hier warst.
 
 
Zu guter letzt geht auch mein Dank an @Stavanger @Teddybär @Cornelius @sofakatze @heiku @Patrick
 
Puh! Mit soviel Zuspruch hätte ich nicht gerechnet.
Lieben Frühlingsgruß an alle, die hier waren.
 
Seeadler
 
Autor
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Hallo Seeadler, ich habe deine Text sehr gern gelesen und kann dazu sagen, dass es auch umgekehrt sehr schief gehen kann. Ich sage gern: Meine Mutter hat bei mir gewohnt, nicht ich bei ihr. Gelegentlich kam sie mal nach Hause, um mich zu verwalten, das Nötigste bereit zu stellen. Den entstandenen emotionalen Schaden habe ich bis ins Erwachsenenalter, bis in meine mittlerweile gescheiterte Ehe hineingetragen. Darin habe ich so sehr gehofft und gewartet, um dieses Angenommenwerden, dieses Geliebtsein zu erfahren. Es kam jahrelang nicht (oder: auf eine Weise, wie ich es nicht wahrnehmen konnte). Nun, nach der Trennung, fange ich, mittlerweile 40-jährig, an emotional zu gesunden. Ein Irrsinn, welchen Schaden Erwachsene bei Kindern anrichten können...
Meinen Kindern, ein Junge, zwei Mädchen, wird es nicht so gehen. Die bekommen all meine Aufmerksamkeit und Anerkennung.
 
  • Patrick
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