Als alles zerbrach

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Es war eines Tages im November
als ich schweißgebadet erwachte.
Der Regen prasselte heftig wie nie.
Ich erschrak und spürte Unbehagen.
 
Draußen pfiff laut der Wind.
Alles fühlte sich befremdlich an.
Mich packte die Angst und ich wurde panisch.
Ich spürte, dass etwas passieren würde.
 
Da fing die Erde auf einmal an zu beben.
Die Wände bekamen große Risse.
Ich lag erstarrt im Bett und sah an die Decke.
Ungeahnte Machtlosigkeit kam über mich.
 
Plötzlich riss ein starker Wind das Haus in Stücke.
Alle möglichen Teile flogen umher.
Der Boden und die Erde brachen auf
und ich befand mich auf einmal im freien Fall.
 
Ich fiel und wusste nicht wohin.
Ich fiel und schrie und fiel und schrie.
Um mich flogen Menschen umher.
Ich dachte an den tödlichen Aufprall.
 
Doch der kam nicht.
Der blanke Horror suchte mich heim.
Und ich ahnte, was mir bevorstand.
Ich würde unendlich lang fallen.
 
Es hörte tatsächlich nicht auf.
Ich fiel und schrie und fiel und schrie.
Und ich falle und schreie und falle und schreie.
Und ich werde fallen und schreien, bis ich sterbe.
 
 
©Bernardo
 
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Hallo Bernardo,
nichts gegen die Dramatik in den Bildern, aber irgendwie sollte auch eine Art Begründung dafür erkennbar sein.
So frage ich mich, wie kann das LI das alles erleben, ohne aus dem Albtraum aufzuwachen.
LG
Perry
 
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Hallo Perry!
 
Ich finde ehrlich gesagt nicht, dass eine Begründung erkennbar sein sollte.
Aber gut, dass es verschiedene Ansichten gibt.
 
LG Bernardo
 
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Hallo Luise!
 
Ja das Zitat passt ganz gut. Der Fall steht für ein schreckliches Gefühl oder eine schreckliche Situation
oder für einen chronischen Konflikt. Es gibt ein Pendant dazu, ich werde es in "Gedichte der Hoffnung"
posten.
 
LG Bernardo
 
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Hallo Bernardo,
 
da ich weder Reimschema noch Metrik erkenne, könnte ich mir auch gut vorstellen, deinen Text als Prosa ohne (irgendwie künstliche) Einteilung in Strophen zu gestalten. Und bei Prosatexten einzuordnen.
 
Als Ausschnitt aus der Wirklichkeit, ohne Anfang und Ende, wie wenn man in einen Horrorfilm für eine Minute hineinzappt und dann den Sender wechselt.
 
Kreative Grüße
 
Ruedi
 
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Hallo Rudi!
 
Ja finde ich auch. Ich habe es bisher als eine Mischung aus Gedicht und Prosa angesehen.
Mir war einfach danach, es so zu schreiben. Aber ja, es hat mehr den Charakter einer Erzählung
als eines Gedichts.
 
LG Bernardo
 
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