Hallo Lichtsammlerin,
gefällt mir sehr, dein Gedicht / Gedanke.
'Alles fließt', bewegt sich, verändert sich, entwickelt sich ...
Auch das LI möchte Teil dieses Prozesses sein (Mach mich zu Wasser), es
'will fließen'.
Das Bild des Flusses, der über die Ufer tritt, finde ich sehr passend
und stark. Zum einen sehe ich hier das reale Bild, zum Beispiel des
Nils, der regelmäßig über die Ufer tritt und im Überschwemmungsgebiet
fruchtbare Erde zurücklässt, zum anderen sehe ich hier den Wunsch nach
Veränderung: Die ausgetretenen Pfade (das Flussbett) verlassen und neue
Wege gehen. Ein spannendes und gefährliches Vorhaben; gelingt es wird
das LI zum Entdecker und Abenteurer und erlebt den 'Zauber' und die
Chance des Neubeginns ("Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne", Hesse).
Es sollte jedoch darauf achten, sich dabei nicht zu verlieren, um nicht gleich
dem Okanvango in wüstenhafter Trockenheit zu verschwinden.
Um den Lesefluss nicht zu stören, könntest du mE auf den Doppelpunkt
nach 'Zauberwort' verzichten; das Zeilenende bedeutet ja auch eine
Zäsur.
Spannende Zeilen hast du hier verfasst.
Ich habe sie gern gelesen und darüber nachgedacht.
LG
Berthold