auf letzter fährte

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in seinen augen sah ich die angst
vorm unbekannten dem verlust
der gewohnten umgebung
 
ich erinnerte ihn an momente
in denen wir auf hügel stürmten
entspannt in der sonne lagen
 
zustimmend blinzelte er
mit glänzenden augen zurück
träumte sich schnüffelnd davon
 
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Guten Morgen Perry,
ich finde dir ist es sehr gut gelungen den Moment des letzten Abschieds in Worte zu binden.
 
Ich habe es gerne gelesen.
 
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Hallo Nils,
der Text ist ein Abschiedsgedanke an meinen Hund, der mich 13 Jahre lang fast jeden Tag begleitet hat.
Freut mich, dass Dir die Bilder gefallen haben.
LG
Perry
 
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Jetzt verstehe ich das "schnüffelnd" auch, eigentlich logisch.
 
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[QUOTE='Perry]auf letzter fährte 
in seinen augen sah ich die angst
vorm unbekannten dem verlust
der gewohnten umgebung
 
ich erinnerte ihn an momente
in denen wir auf hügel stürmten
entspannt in der sonne lagen
 
zustimmend blinzelte er
mit glänzenden augen zurück
träumte sich schnüffelnd davon
[/QUOTE]Hallo Perry,
 
verabschieden sich hier quasi L-ich-Herrchen und L-er-Hund Herrchens jahrelanger Wegbegleiter voneinander, in dem beidseitigen Wissen, dass Hund nun kurz vor seiner letzten Reise ist. Und sicher hat in einem solchen Moment nicht der Hund vor seinem Lebensverlust Angst ./ ... Angst vor dem Verlust seiner bekannten Lebensumgebung, ist es doch vielmehr genau umgekehrt, erinnert diese Situation L-ich-Herrchen an seinen eigenen Lebensverlust, der ebenso kommen wird. jene quasi Vermenschlichung des Tieres, die der Mensch so gerne initiiert , ;-) .
 
MMn ist es doch fast so, als beruhigte L-er-Hund sein Herrchen, diese letzte Herrchens irgendwann kommende Reise dann für sich ebenso gelassen traum-schnüffelnd anzunehmen.
 
Und gemäß dieser Idee passt mMn die textale, personale Zuordnung nicht ./ würde ich wie folgt ändern :
 
 
auf gemeinsamer fährte
 
beruhigt sah ich meine angst
vorm unbekannten den verlust
der gewohnten umgebung
 
erinnerte mich bogi an momente ... <-- würde hier Hunds Name anstelle dieses unpersönlichen “ihn“ nutzen
in denen wir auf hügel stürmten
entspannt in der sonne lagen
 
zustimmend blinzelte er
mit glänzenden augen zurück
träumte sich schnüffelnd davon
 
-------------------------------------------------
 
Perry, habe diese denk_Fährte gerne besucht, wieder einen lieben Gruß, Frank ...
 
-
 
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Hallo Frank,
danke fürs individuelle Hineinspüren in den Text.
Dass sich das LI in den tierischen Gefährten hineinversetzt und sich quasi selbst beruhigt, schwingt selbstverständlich zwischen den Zeilen mit.
Unabhängig davon sieht sich das LI hier aber auch als Tröster und Verantwortlicher. Im Hintergrund könnten auch noch Gedanken wie, gibt es ein Weiterleben für Tiere nach dem Tod oder eine Reinkarnation in umgekehrter Konstellation mitschwingen.
Über deinen Vorschlag denke ich gerne nach.
LG
Perry
 
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