Das Lippenbekenntnis.

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Lippen, die sich nicht bewegen,
sagen nichts, man wird nicht schlau,
grinsen meistens nur verlegen,
sie sind --sprachlos-- ja, genau.
 
Es geht alles und noch darüber,
die Schulden wachsen immer mehr,
der Staat hängt da selbst kopfüber,
bei Pleiten im Geschäfts-Verkehr.
 
Fast jeder will vom Staate leben,
die größten Banken sind dabei,
auch Auto-Firmen wird es geben,
---unüberhörbar--- ihr Geschrei.
 
Die Schuldenbremse soll es bringen,
was ökonomisch nicht gelingt,
ein "Wahlgeschenk" vor allen Dingen,
das heute schon zum Himmel stinkt.
 
Denn Steuer-Gelder zu zerreiben,
die Globalisierung mit sich reißt,
besser ist es --hart-- zu bleiben,
wie die Erfahrung es beweist !!!!
 
Mir fällt dazu ein Versprechen ein:
"Ab morgen will ich --artig-- sein".
 
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Hi Helmut
 
Gelungenes politkritisches Gedicht!
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Denken sicher viele so über die Finanzkrise und das Verhalten der Regierung in diesem Zusammenhang.
Jedoch denken die meisten nicht weit genug.
Sicherlich mag es ungerecht erscheinen dass die Regierung den Banken mit Steuergeldern unter die Arme greift.
Das ist es sogar ganz bestimmt! Ist ja nichtmal zu erwarten dass die Banken sich in irgend einer Weise erkenntlich zeigen...
Aber die volkswirtschaftlichen Folgen von einem Nichteingreifen wären immens und würden einen weitaus größeren
Schaden verursachen, als das verhältnismäßig kleine Haushaltsloch welches durch die Staatshilfen entsteht.
 
Also alles in allem ein gelungenes Gedicht mit einer nachvollziehbaren Aussage.
Die Ungerechtigkeit ist Fakt, den Staat zu kritisieren zeugt in diesem Fall jedoch von wenig Weitsicht.
Die Gedankenstriche sind meines Erachtens nach jedoch unnötig und stören die Ästhetik.
 
Gern gelesen!
 
lg redmoon
 
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Ich freue mich über Eure, meist positiven Kommentare. Es gibt aber keinen Grund, sich wegen einer anderen Meinung zu streiten oder nach Vergleichen zu suchen, es ist alles
mehr oder weniger, künstlerisch einmalig.
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Und du sprichst,ob nun Weitsicht,oder nicht dem kleinen Mann aus der Seele. Ich schließe mich redmoons Aussage an,daß es durchaus ein ausagekräftiges Gedicht ist. Und ich habe es auch gern gelesen.
lg Muse
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Mir ist zu deinem Gedicht der Gedanke gekommen, das ja praktisch alles darauf fusst welche Erwartung überzogen ist oder nicht. Das in Form von Lippenbekenntnissen auf staatschädigende Weise zu beschwören, ist bestimmt nicht mal Absicht. Aber hin oder her das hier ist genau so schwer:
 
http://www.dichter-forum.de/vielleicht-vt5592.html
 
Ich sehe die durch dir angesprochene Thematik eher als Teil eines Entscheidungszyklusses der durch den Link zugänglich ist und an dieser Stelle deinen Grundgedanken aufgreift.
 
LG RS
 

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