Den Einsamen ihr Brautgemach

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Den Einsamen ihr Brautgemach
 
Weißt du noch ? Als du von deinem Dach hinunter steigen
musstest
um mich zu rufen - durch all die Stockwerke meines Schlafes,
meiner zarten Fühler eingezwängt im groben Untergrund.
Liebster, ich habe dir verschwiegen, dass morgen die Welt aufwacht
in meinen Haaren. Sie werden mich holen über meinen Zaun heben,
mich fremd machen, die blinde Erde nach außen kehren -
sie suchen nach dem Regen … sie werden mich
zwischen Schuppen, Schilden gefügig machen für ihren Krieg,
den blinden Himmel nach innen kehren
sie suchen sich selbst…
Liebster, weißt du noch ? - als du mich gerufen hast,
stieg ich auf dein Dach und wachte …bis der Morgen kam.
Der Weisheit ist gegeben in die Welt zu schauen
zu urteilen, zu messen, Entfernungen abzustechen,
dem Liebenden - zu schätzen, wenn sie ihn anschaut.
Ich habe einen leeren Eimer in den Brunnen gelassen,
dort war nur Licht, ( wie ich eins bin dem Licht )
Liebster, decke mir einen Morgen, ( wie du einer bist dem Herz )
sodass ich ihn aus meinen Brunnen ziehe.
 
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dein Lyr ich ist hier weiblich, oder?
wenn es weiblich ist, wie kanst du als Mann in der Sicht eines weiblichen ichs schreiben und das auch noch so schön :mrgreen:
Alles Liebe
Angel
*baldgrünvorneid*
 
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Das Männliche empfängt, das Weibliche gibt, soviel ich Mann bin, weiß ich um die Liebe und meine Frau sucht den Glauben an einen Bräutigam.
 
schönen abend noch
 
  • Timo
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