Der alte Baum

  • Volker Harmgardt
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Vorm Haus der alte Ahornbaum
steht ahnungslos in schüttrem Grün.
Im Spätjahr, wenn die Stare ziehn,
vergisst auch er den Sommertraum.
 
Von Norden stürmt der Wind ins Land.
In Gold schwelgt all die Blätterpracht,
doch eines Morgens, über Nacht,
hat ihn der Herbststurm übermannt.
 
Ich fürchte fast, er steht im Wege.
Als gäb es keinen Ort für ihn.
Schon mancher hat ihn angespien,
bald kommen Männer mit der Säge.
 
Der Ewigkeit nicht zugedacht,
er schwankt und wankt, mein Ahornbaum.
Schwer findet er den Lebensraum
in unsrer Welt der Niedertracht.
 
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gefällt mir, ich hab mit dem Baum mitgefiebert,
sein Schicksal hat bei mir Emotionen ausgelöst ;-)
 
Ist denn in dieser Welt kein Platz mehr für einen Ahornbaum? 😢
 
 
mit Grüßen, Brummbold
 
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Gefällt mir, du hast das richtig episch hingebastelt.
Man spürt die Dramatik des Gedichts und letztlich transportiert es auch eine Botschaft in die Welt, dass eben nicht alles ewig ist.
 
Grüße, Lyrikaner (Wolf der Worte)
 
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Hallo Antigone,
ein Vers für die Ewigkeit.
Wenn es für den Ahornbaum
schon keinen Ort mehr gibt,
wo sollen wir Menschen
dann noch leben ???
Ich lese und spüre Deinen
erhobenen Zeigefinger in
Richtung Menschheit.
Und jetzt die besten Grüße
und Wünsche für Deinen
alten Baum.
Volker
 
  • Volker Harmgardt
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