Der Tag war hell

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ehemaliger Autor
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Der Tag war hell
Der Tag war hell, voll Sonnenschein,
nun legt ganz leis der Abend sich
aufs weite Land und über mich
in seiner Ruh, - ich bin allein.
 
In mir verliert sich all der Glanz,
den Sommergärten in mir schufen
in sonnbeschienener Brillianz -;
nun wird das Glänzen widerrufen,
 
denn all das große Leuchten senkt
sich in diffuse dunkle Schwaden :
Ich kann dir nie mehr davon sagen,
wie reich der Tag mich hat beschenkt.
 
***
 
Autorin
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Hallo Holger!
 
Ich mag das Gedicht;
Warum?
Weil ich meine, dass du hier die Natur und mit ihr das was uns geschenkt wurde, in großer Dankbarkeit und ich möchte schon fast sagen, Ehrfurcht aufnimmst und wie soll ich es beschreiben, bejahst; Jedes kleine Detail Leben genießt;
In diesen Zeilen liegen Dankbarkeit und Trauer und kommt mir beim Lesen wie ein Gebet entgegen;
 
Sehr gerne gelesen
mit lieben Grüßen,
Line
 
ehemaliger Autor
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Nun Line,
 
die schönheit der Natur spielt tatsächlich eine Rolle im Gedicht. - Ab der 2. Strophe jedoch neigt sich die Stimmung einer
Traurigkeit entgegen, die den Verlust eines geliebten Menschen widerspiegelt, worin sich all die Pracht relativiert, denn:
 
"denn all das große Leuchten senkt
sich in diffuse dunkle Schwaden :
Ich kann dir nie mehr davon sagen,


wie reich der Tag mich hat beschenkt."


 
Sei herzlich gegrüßt,
 
Holger
 
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