Nur Kommentar Der Tod

Der/die Autor/in wünscht sich Rückmeldungen zum Inhalt des Textes und möchte keine Textkritik.
  • Dionysos von Enno
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Komm
 
Komm, geh, und weile nicht mehr länger,
dein Kleid ist aufgetragen, leicht
geworden und die Weite enger,
du hast das Ende schon erreicht,
denn die Verbindung Mensch und Wesen
kann man in Zukunft nicht mehr lesen.
 
Du bist nun aufgerufen abzutreten.
Die Erde war dir Schauspiel oder Pein.
Nun hilft kein Grübeln und kein Beten,
du bist mit deinem Tod allein –
und er lässt dich die Härte spüren:
Du bist gefesselt wie mit Schnüren.
 
Gewonnen aus dem Licht der Galaxien
warst du verstofflicht, zeitbesessen.
Nun lassen dich die Zeiten ziehen –
du hast den Teil schon ausgemessen,
der deinen Wegrand bildete. Wie lang?
Geh jetzt deinen letzten Gang!
 
Nur eine kurze Weile bist du im Vergleich,
mit dem, was da vergänglich um dich tost,
was aus der Ferne, kalt und sternenbleich
dir stets erschien als schierer Trost:
der hohe übersäte Himmelsdom.
Er ruft dich jetzt mit seinem „Komm“.
 
Bild
Buntsitiftzeichnung
©Alf Glocker
099_Stress_01a-x.jpg
 
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Hi Alf deine Bilder reichen mir in eine mystische Tiefe und sind so vielschichtig und unterschiedlich . Dieses hier ist ganz groß! 
 
Der Text ist es ebenfalls. Ein heimruf, ein Lockruf ? 
 
Mes compliments
 
Dio
 
 
 
 
 
 
 
  • Dionysos von Enno
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