Hallo Alter Wein,
ich sehe einiges anders als die Mehrzahl der Kommentatoren in diesem Faden. Ich stehe nämlich auf dem Standpunkt: Beim Schreiben ist es wie beim Reden - man muss von den Dingen etwas verstehen. Und dazu gehört eben Wissen von den Dingen. Und Hobbyschreiben darf nicht gleichbedeutend sein mit Pfuschen. Du aber willst uns weismachen, weil du nichts von der "Metrik" verstehst, ist es für den Autor generell nicht nötig, sich das entsprechende Wissen anzueignen? Und das soll ein akzeptabler Inhalt sein? Übrigens meinst du nicht die Metrik, sondern das Metrum. Wenn du Ahnung hättest, dann hättest du diesen Begriff auch benutzt.
Ich verstehe völlig, dass es dir Spaß macht, deine Langeweile mit ein bisschen "Dichten" zu vertreiben. Dagegen ist nichts einzuwenden. Einzuwenden habe ich aber etwas dagegen, wenn du dich hinstellst und tönst: Bleibt unwissend, ich bin es auch. Das ist nämlich der Inhalt deines Gedichts.
Du hast nicht begriffen, dass der Mensch wächst, egal, was er tut, er wächst - nämlich dann, wenn er wissen will und nicht an der Oberfläche bloß ein bisschen herumtändeln will. Der Mensch wächst übrigens, so alt er wird, bis zur letzten bewussten Minute. Du aber gehst nach der Methode vor: Sieht aus wie ein Gedicht, also ist es ein Gedicht. Du weigerst dich zu wachsen und forderst indirekt die anderen Schreiber auf, dir gleichzutun.
Ich bin die Letzte, die sich mokieren würde, wenn ich merke: Hier fängt einer erst an zu schreiben. Da muss man vorsichtig helfen, man will ja nicht das Selbstbewusstsein des jungen Autors beschädigen - ich betone vorsichtig, denn allzu leicht kann man dabei in die Rolle des Lehrmeisters geraten.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich Wissen darüber anzueignen, was man tut. Und eine Möglichkeit ist, wie Sushan auch geschrieben hat, hier dieser Blog.
Dass man sich nämlich austauscht und nicht nur lobhudelt über jedes missglückte Gedicht, was hier gang und gäbe zu sein scheint.
In einem gebe ich dir recht: Auf den Inhalt kommt es an. Wenn aber der Inhalt nichts taugt und dazu die Form hinkt - ist es dann ein Gedicht?
Man kann den besten Inhalt mit einer ungekonnten Form versauen. Umgekehrt funktioniert das allerdings auch, davon abgesehen.
Nun betonst du in deinem Gedicht, du willst keinen Ruhm. Ich versichere dir, den kriegst du von mir auch nicht. Jedenfalls nicht für dieses zusammengeschusterte Geschreibsel.
Angelika