Die Einung im Mond

Registriert
01.09.07
Beiträge
42
Der Seelen Wallung ist verebbt und Stille weiht die volle Nacht
Sie steigt herab im Tanz der Schemen, die sie eint mit ihrem Klang
Entbunden und getragen von des Mondes blasser Hand
 
Ihr Tau perlt ab, noch unbelebt
Auf Kriegsgewänder, grün gewebt
Sickert in die Wunden ein, die nie geronnen durch die Zeit
 
Der Mond wirft seinen Schein hinab
Ins sternumstreifte Sonnengrab
Wo er von ihrem Tode zehrt und ihre Schlachtenträume nährt
 
Aus ihnen gleiten Leichen der Gefallnen in sein Licht hinein
Es dringt der Tau der Nachtenstille aus dem seelverwobnen Fleisch
Gibt sich hin der Silberhand, gerinnt zu kaltem Stein
 
Unter ihm rinnt das Dunkelbleich
Hüllt die Körper in ein weißes Kleid
Das bald wieder verräterisch rot, wenn Erde saugt der Sonne Tod​
 
So, hab das Ganze jetzt nochmal überarbeitet, danke für die Kritik.
 
Autor
Registriert
22.03.07
Beiträge
295
was hier vorher stand, is nicht mehr, doch min. zweie sinds, die es noch wissen
 
Also, ja, es ist wesentlich eine Steigerung. Mir gefällt es auch in Hinblick: - sich einlassen
müssen um dieses Gedicht zu erschließen. - Was der Grund ist, da hier sehr viel mit abstraken
Begriffen gearbeitet wurde, ein Geschehen, verklärt, auf eine Distanz gebracht.
 
Du musst jetzt wissen, das eben diese abstrakten Begriffe, Liebe, Hoffnung - ja, besser sind
wenn man mit der Sprache Spielen lernt. Da Deine Worte bei mir immer anders fruchten, weil
die Empirie bei uns verschiedene ethische, moralische Färbungen hat, oder Du einfach jünger bist.
 
Die Kritik ist aber ja, dieses zu strenge Korsett des Geistes in Deinem Sprach -Modus.
Versuche nicht mehr zu vermitteln, sondern mehr zu sagen. Aber das stimmt ja auch nicht.
Du musst viel schreiben, und wenn du begabt bist, wirst Du etwas Eigenes in Deinen Werken haben.
 
Autor
Registriert
23.05.07
Beiträge
1.750
Das ist sehr morastig geschrieben. Ich finde man bleibt an zu vielen Woertern haengen, ohne die eigentliche Idee zu fassen.
 
LG RS
 
Autor
Registriert
29.01.07
Beiträge
1.204
Also mir gefällts, aber ich hätte es vom Inhaltlichen her eher unter Schattenwelten gepostet.
 
Alles Liebe
Angel
 
@Timo, eine Begabung sieht man hier doch schon eindeutig!
 
Autor
Registriert
22.03.07
Beiträge
295
Er ist begabt, das ist nicht die Frage, die Frage ist wohin die Begabung ihn treibt,
ich werde dieses auf jeden Fall mitverfolgen !
 
Registriert
01.09.07
Beiträge
42
Also mir gefällts, aber ich hätte es vom Inhaltlichen her eher unter Schattenwelten gepostet. 
Alles Liebe
Angel
 
@Timo, eine Begabung sieht man hier doch schon eindeutig!
Es beschreibt einen natürlichen, lebendigen Prozess, der mystifiziert werden soll. Daher ist es nicht unter Schattenwelten gepostet. Doch gerade wegen dieser mystifizierung bereitet es mir eben gewisse sprachliche Schwierigkeiten.
 
Registriert
01.08.07
Beiträge
327
ich finde dieses gedicht sehr schön. es kommt direkt eine neblig dunkle nachtstimmung beim lesen auf. wunderbar!
 
Autor
Registriert
16.01.07
Beiträge
173
Also, ich kenne die alte Version nicht(seint ja ueberarbeitet zu sein), doch das was ich sehe gefaellt sehr. Die etwas altewirkende Sprache, die aber nicht verstaubt ist, die vielen Bilder und klarer Ordnung. Hier ist definitiv ein sprachkenner und meister im Spiel gewesen.
Ich sag jetzt nicht, dass man es nicht steigern kann, aber dass kann man ueber jeden und alles hier sagen.
Perfektion ist etwas, was man nur auf dem Marsch dorthin erreicht. So wie Unendlichkeit in mathematik (ja ja.. ich bin ein schies Mathestudent, nun ists raus.. 😳 :mrgreen: ), wenn mans erreicht, kann man immer wieter, das ist der Wg, das ist das Ziel.
Daher sollte man sich nie vor einfluessen schuetzen oder veraenderung fuerchten. Sollange es in die richtige Richtung geht.
Und hier war es definitv in die richtige.
 
Lg
 

Empfohlene Themen

Beliebte Themen

Oben