Die Liebe zur Klinge

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Wie flackernd' Hoffnungsschimmer
erleuchtet der kühle Stahl den kargen Raum.
Mühelos reflektiert er all das Leid.
...Nur die Seelenpein schneidet tiefer.
 
Die Liebe zur Klinge
 
Tiefer Schnitt statt sanfter Kuss.
Neue Wunden statt Treueschwur
und Narben statt Liebesbeweis.
 
Die Hingabe zur Klinge
 
Schmerzensschrei statt Kompliment.
Tränenfluss statt Liebesspiel
 
 
(Ich möchte mich von Rückschlüssen auf jegliche Szenen und/oder eine Selbstverletzungs-Sucht ausdrücklich distanzieren.)
 
MfG,
Grauton
 
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(Ich möchte mich von Rückschlüssen auf jegliche Szenen und/oder eine Selbstverletzungs-Sucht ausdrücklich distanzieren.)
Wieso das, wenn es doch so eindeutig scheint?
 
mystic
 
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Hallo mystic,
 
die Antwort ist recht einfach, ich gehöre nunmal nicht der angedeuteten 'Emo'-Szene an oder bin süchtig nach Selbstverletzung.
 
Ich arbeite zur Zeit an einem anderen Werk, aber plötzlich kam mir halt die Idee mit der Klinge....
 
Gruß,
Grauton
 
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Autor und "Lyrisches Ich" sind für gewöhnlich (Wenn's nicht grade ein romantisches Werk ist) nicht identisch. :wink:
 
lg David :wink:
 
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Hallo!
 
Naja ich weiß gar nicht was eine "Emo- Szene" ist.
 
mystic
 
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Wie wärs mit einer kleinen Bewertung des Werkes, bevor wir völlig vom Thema abschweifen...
 
 
Gruß,
Grauton
 
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Hallo!
 
Nun ja, der Inhalt sagt mir etwas über eine verzeifelte Seele, die versucht Druck mit Hilfe von Selbstverletzungen abzulassen. Das hat übrigens gar nichts mit Sucht zu tun, auch nicht mit Szenen, also würde ich sagen unter meinen empfundenen Aspekten wäre das schon eindrucksvoll in Worte gefaßt. Wenn Du Dich davon distanziert, weiß ich leider nicht, was der Inhalt aussagen soll.
 
mystic
 
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Wiso verliert denn das Gedicht an aussagekraft nur weil der Autor nicht selbst selbstverletzendes Verhalten an den Tag legt? :roll:
 
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Nun, so habe ich es allerdings auch aufgefasst.
 
Deine Interpretation ist richtig, nur ich versteh ehrlich gesagt nicht das Problem.
 
Ich distanziere mich nicht von meinem Gedicht, sondern von Rückschlüssen auf Szenen (zB Emo) oder Selbstverletzungs Suchten/was-auch-immer. Denn Tatsache ist, das ich mich noch nie selbst verletzt habe und es auch weiterhin nicht vorhabe.
 
...eindrucksvoll in Worte gefaßt...
Ich danke :mrgreen:  
Gruß,
Grauton
 
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Mir ging es eben nur um die Interpretation. Wenn ich da richtig liege, ist es ja prima. Mir wäre sonst kein anderes Bild dazu eingefallen.
 
mystic
 
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Dieses Thema ist ein Dauerbrenner, der meines Erachtens gut interpretiert wurde. Mein artverwandter Beitrag hierzu ist folgender:
 
http://www.dichter-forum.de/rote-trnen-ft-rosenkind-vt494.html
 
Unsere beiden Gedichte stellen wohl 2 Extrempunkte im Umgang mit dieser Thematik dar, einmal auf den Punkt und formgefällig so wie bei dir und dann ausführlich und formmissachtend bei mir.
 
LG RS
 
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Vielen Dank.
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Also, irgendwie lese ich dieses Gedicht gar nicht unbedingt so wörtlich!
Für mich liegt in den Zeilen eher ein Verletzt-Werden des LyrIch durch das LyrDu vor ... was das LyrIch allerdings nicht verhindern kann und will. Es gibt ja diese Liebe, die sehr zerstörerisch ist, aber dennoch kann man gefangen in ihr sein, abhängig vom LyrDu sozusagen.
 
Auf jeden Fall ein starker Text!
 
LG, Mary Lou
 
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Die Idee, die Klinge mit einer zerstörerischen Liebe in Verbindung zu bringen, ist mir gar nicht gekommen.
Ja, eröffnet mir Horizonte!!! :lol:
Wäre mir lieb gewesen, wenn der verfasser da etwas zu gesagt hätte.
 
mystic
 
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Hmm, letztenendlich darf doch jeder Leser für sich etwas eigenes bzw. anderes interpretieren oder nicht?
 
Es freut mich das es dich zu inspirieren scheint ^^
 
 
Auf das die nachfolgenden Werke auch so einschlagen! :mrgreen:
 
Gruß,
Grauton
 
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Ja, aber was ist Dein Gedanke dahinter? Das habe ich immer noch nicht begriffen. Und ich rätsele nicht so gerne. :mrgreen:
 
mystic
 
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Ich denke so ein Werk soll dem Leser einfach einen Einblick geben in die Seele eines Menschen, der sich selbst verletzt, oder möglicherweise auch jemandem, der sich damit identifizieren kann, einen Einblick in sich selbst von außen hin gewähren.
 
lg David :wink:
 
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Einen Gedanken...hmm... ich möchte mich da nicht versteifen. Ich muss gestehen, es steckt kein besonderer Gedanke dahinter. Wie bereits erwähnt arbeite ich ja eigentlich an einem anderen Werk, welches ich hoffentlich bald veröffentlichen kann
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.
 
Während ich mir nun über jenes Gedicht den Kopf zerbrach, drängten sich Schlägwörter dazwischen wie zB 'Die Liebe zur Klinge'. Als ich mich kaum noch konzentrieren konnte, beschloss ich mich auf die Schlagwörter zu fokussieren und eben ein Werk dazwischen zu schieben.
Leute, das ist garnicht so einfach das zu erklären
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Aber nun gut:
 
Ich hatte also schonmal den Titel - so weit so gut.
Ich stelle mir nun vor, wie es quasi ist von jedem gehasst zu werden, außer eben der Klinge :wink: .
Denn der 'stumme' Stahl kann mir schließlich keine Seelenpein zufügen...
sozusagen mein einzigster Freund. ...Schmerz als Zuflucht.
Dann habe ich überlegt was man innerhalb einer 'Beziehung' macht (Liebesbeweis, Komplimente etc)
und habe dies mit irgenteiner Form von Schmerz und Leid gegenübergestellt bzw. verglichen.
 
Der Gedanke könnte demnach also sein: Einsamkeit, Ausgrenzung, Verzweiflung, Hoffnung in der Liebe zur Klinge?
 
Sucht es euch aus :mrgreen: Mir glühen schon die Finger...
 
Grauton
 
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Ich will ja nicht drauf rumreiten, aber das Thema ist eben sehr speziell und ich denke mal ganz dreist, dass da auch Selbsterfahrungen dranhängen, weil Dein Alter spricht auch dafür. Es ist gut, eben wegen dieser verschiedenen Faktoren. Jemand, der es nicht kennt, könnte es so nicht schreiben. Und deshalb wollte ich den Wind aus den Segeln nehmen, weil ich eben weiß, dass es nicht in eine Szene gehören muß und so fort... eben der Hilferuf der Seele.
 
Es ist eben ein gelungenes Werk... nun aber genug des Lobes! :mrgreen:
 
mystic
 

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