Feedback jeder Art Die Schale mit den Intarsien der Nacht

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  • Dionysos von Enno
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Sie fragen mich warum ich dieses Wasser halte
dort in der Schale mit den Intarsien der Nacht
 
Warum die Schale die es trägt so kostbar ich gestalte
als sei der Göttin Träne darin aufgewacht
 
Doch immer schweige ich zu ihren Fragen
und gleite mit der Hand über das Schalenmeer
Darin ist alles schon gesagt
Es gibt nichts mehr zu sagen
In diesem Wasser flossen alle lauten Meere
in ein stilles
Meer
 
Keine Pflanze wächst darin
Darin ist weder Fisch noch Stein
Sein ganzes So-Sein ist sein  Letztsinn
Es will nicht mehr als einfach Wasser sein
 
Warum so kostbar mir dies Wasser sei
fragen sie mich und staunen in sein stilles Dunkeln
Was ich mir wünschte brächten Diener doch herbei 
uns sei es selbst der Sterne funkeln
wünscht ich es so würd es mein
 
Und Gemmen aus dem ganzen Reich hat man gezeigt
Doch auch die Schönste ist nicht halb so voller Leben
wie dieses Wasser das in meiner Schale kreist
 und dessen Enden seinem Anfang Stille geben 
 
Diese Stille in die mein Sehnen dunkelt 
prunkt in der Schale mit den Intarsien der Nacht
denn in ihr Wasser hat Dein Blick gefunkelt
 in ihm ist Deine Träne
aufgewacht
 
 
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Diese Stille in die mein Sehnen dunkelt 


prunkt in der Schale mit den Intarsien der Nacht


denn in ihr Wasser hat Dein Blick gefunkelt


 in ihm ist Deine Träne


aufgewacht


 
Lieber @Dionysos von Enno,
 
Deine Begrifflichkeit berührt mich immer wieder, 
sie hat etwas von mittelalterlicher Minne, von klassizistischer Farbigkeit,
von zeitloser Ästhetik. 
Und vor allem: Sie ist sensibel formuliert, leise flüsternd und doch weithin hörbar!
 
Kompliment, mein lieber Dio!  
Georg
 
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Deine Begrifflichkeit berührt mich immer wieder, 


sie hat etwas von mittelalterlicher Minne, von klassizistischer Farbigkeit,


von zeitloser Ästhetik. 


Und vor allem: Sie ist sensibel formuliert, leise flüsternd und doch weithin hörbar!
 
Lieber Georg das ist ein schönes, ein sehr schönes Kompliment das mich sehr erfreut
 
  • Dionysos von Enno
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