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Ich schaue aus dem Fenster, nachts
und seh die schmale Straße,
als Kind kam sie mir breiter vor
als sie nur galt dem Spaße.
 
Dort rannte, tobte, weinte ich
bis in die Abendstunden
auch mit dem Fahrrad wurden hier
gedreht die ersten Runden.
 
Mein Schulweg war die Straße einst
in unbeschwerten Zeiten,
als meine Sorge waren Tests
und Kiosk-Öffnungszeiten.
 
Dann später lief ich sie hinab,
bei Sonne und bei Regen,
wenn dieses Mädchen kam zu mir,
so lief ich ihm entgegen.
 
Die große Liebe, dachte ich,
zu jener schönen Zeit
heut' weiß ich, dass sie das nicht war,
mit aller Sicherheit.
 
Das alles, das passierte hier,
auf diesen rauen Steinen,
die so oft ließen mich als Kind
mit blutig Knien weinen.
 
Ich denke an die Zeit, die
einmal früher mich erhellte.
Wenn ich nun auf die Straße blick',
in der Novemberkälte.
 
Umhüllt von Nebel und dem Licht
der eisernen Laternen
ist's immer noch derselbe Weg
unter denselben Sternen.
 
ehemaliger Autor
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Lieber @Daniel Walczak, ein wunderbares Gedicht über Heimat und Lebenslauf. Dein LI scheint niemals umgezogen zu sein und seine Heimat sehr zu lieben. LG Stephan
 
 
 
 
 
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