Aktuelles
nur Entwicklungsumgebung

Poeten.de ist ein kreatives Forum und ein Treffpunkt für alle, die gerne schreiben – ob Gedichte, Geschichten oder andere literarische Werke. Hier kannst du deine Texte mit anderen teilen, Feedback erhalten und dich inspirieren lassen. Um eigene Beiträge zu veröffentlichen und aktiv mitzudiskutieren, ist eine Registrierung erforderlich. Doch auch als Gast kannst du bereits viele Werke entdecken. Tauche ein in die Welt der Poesie und des Schreibens – wir freuen uns auf dich! 🚀

Feedback jeder Art Eingesperrt in sich selbst

Hier gelten keine Vorgaben mit Ausnahme der allgemeinen Forenregeln.
  • Driekes
    letzte Antwort
  • 5
    Antworten
  • 93
    Aufrufe
  • Teilnehmer
Ich will fliegen —
doch was von Flügeln blieb,
ist Ruß.

Ich will laufen —
doch meine Füße
stecken im Grund.
Jeder Schritt
zieht mich tiefer.

Ich will schreien —
doch der Hals
gibt nur Trockenheit zurück.
Kein Laut.
Nicht einmal ein Riss.

Ich will fort —
doch hinter mir: nichts.
Vor mir: Wand.
In den Spiegeln
ein Gesicht,
das ich nicht mehr halte.

Ich will weinen —
doch selbst die Tränen
sind müde geworden.
Sie ziehen Spuren
durch Staub.

Ich habe verlernt,
frei zu atmen.
Die Luft
kommt nur bis zur Brust
und kehrt um.

Und doch —
unter allem
pocht etwas weiter.
Klein.
Hartnäckig.
Als wüsste es
einen Ausgang,
den ich noch nicht sehe.

Verlassener Raum und zerbrochene Spiegel.png


Illustration: KI-generiert (eigene Vorgabe)
 
Lieber Driekes,
jeder Mensch hat tief in sich eine Art Notstrom-Aggregat, das ihn aufrichten kann und ihm hilft weiterzuleben und vorwärts zu gehen, neue Hoffnung zu sehen. Meine Gedanken zu den Deinen.
Liebe Grüße
Chilicat
 
Lieber Driekes, ich kann mir die Situation des LI sehr gut vorstellen. Der Geist ist wach und doch müde vom sich ständigen Widersetzen des Körpers. Selbst das Meditieren bringt keine Entspannung oder inneren Frieden. Ich würde dem LI raten, den Geist zu nähren und sich den Blick für die Naturschönheiten und die Möglichkeiten des geistigen Austausches zu bewahren. Liebe Grüße Juls
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Driekes,
Wenn jemand in einer solchen tiefen Depression gefangen ist, wird er das
alleine kaum schaffen sich davon zu lösen. Da ist Hilfe dringend nötig um sich aus diesem Kerker zu befreien.
Aber sehr emotionale Lyrik.

Gute Besserung und herzliche Grüße
C.Marry
 
Zuletzt bearbeitet:
@gummibaum:
Danke dir, lieber g.
Dieser kleine Rest hat sich beim Schreiben einfach gezeigt.
Schön, dass du ihn gesehen hast.

@Chilicat:
Liebe Chilicat,
dein Bild vom Notstrom-Aggregat gefällt mir sehr,
gerade weil es so unspektakulär und zugleich so treffend ist.
Etwas Kleines, das nicht glänzt, aber einen doch weiterträgt —
das passt gut zu diesem Text. Schön, dass du genau diesen Rest
an Kraft und Hoffnung darin gesehen hast.

@Darkjuls
Liebe Juls.
Deine Lesart kann ich gut nachvollziehen.
Dieses innere Feststecken, bei dem noch etwas wach bleibt und
sich dennoch kaum lösen kann, war beim Schreiben durchaus mit da.
Und dein Gedanke, sich den Blick für Naturschönheit und geistigen
Austausch zu bewahren, ist ein schöner Gegenpol zu dieser Enge.

@Marry:
Liebe Marry, für deine zugewandten Worte und dein Mitfühlen.
Der Text ist nicht autobiografisch entstanden, sondern eher aus Empathie
für solche inneren Zustände. Gerade weil es solche Erfahrungen gibt,
wollte ich die Enge und Erschöpfung möglichst nah an die Sprache heranlassen.
Umso mehr freut mich, dass die emotionale Seite bei dir so deutlich angekommen ist.


Nicht alles, was fast erlischt, ist schon verloren.
LG Driekes
 
  • Driekes
    letzte Antwort
  • 5
    Antworten
  • 93
    Aufrufe
  • Teilnehmer

Unbeantwortete Themen von Driekes

Zufällige Themen

Zurück
Oben