Feedback jeder Art Einsam

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Autor
Registriert
25.10.19
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3.011
 
 
Ich bin in dir
Aber du nicht in mir
Du spürst mich
Aber ich fühle nichts
Keine Freude eine Sehnsucht stillt
Kein Licht das pechschwarze Leere füllt
Ich trinke und trinke mich durstig
Ich esse und esse mich hungrig
Ich leide und leide mich taub
 
Fleisch im Fleisch warm verbunden
Doch kann meine Seele nirgendwo finden
Kein Hafen für mein Schiff
Kein Horizont in Sicht
Hab ich zu tief hinab geschaut?
Und nicht mal du holst mich da raus
Im freien Fall und Hand in Hand
Jetzt sind wir eins doch bleiben zwei
Wir fühlen aneinander vorbei
 
So intim und doch allein
Muss jeder für sich
einsam sein
 
Autorin
Registriert
20.03.21
Beiträge
1.162
Lieber Joshua,
 
das Nichtfühlen hast du in deinen Zeilen sehr intensiv beschrieben - es geht unter die Haut! Die Spannung lässt nicht nach. Die Intimität ist am Anfang in einer (nach dem Titel) unerwarteten Formulierung offensichtlich und wird am Schluss zusammenfassend ausgesprochen. Das lyrische Ich meint sich selbst verloren zu haben, weil es die Zweisamkeit schmerzlich sinnlos empfindet.
 
Gefällt mir sehr gut, ich habe es gerne gelesen!
 
LG Nesselröschen
 
Autor
Registriert
20.09.19
Beiträge
5.477
Hallo Joshua, 
dein Gedicht ist äußerst interessant. 
Ob real oder fiktiv, du schilderst hier etwas, das irgendwie in deinen "Leichenteilen" Gedichten, in ihren Surrealismus passt.
Sie lassen mich übrigens an Bilder von Salvador Dalí denken: Du schreibst wie er malt.
 
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