Feedback jeder Art Ende eines Sommertraums

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  • WF Heiko Thiele
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Ende eines Sommertraums

Des Knaben reine Lust
an heißem Sommertag
mit beiden Händen
der Quelle kühles Nass
seinem verschwitzen Gesicht
zu spenden, ist längst verflogen.

 
Einst saß er dort mit einer Liebsten, 
als beider Welt noch frisch und jung.
Dass Liebesglück und Quelle je vergehen,  
wer konnte damals in eine Zukunft sehen,
in der an diesem Ort der Quelle Sprudeln 
seit Jahren ist versiegt, verdorrt.

 
Ein Sinnbild für das Leben?
Gedeiht doch alles Wachsen
durch Wärme, Licht und Wasser.
Fehlt eines dieser Elemente,
drohen selbst Quellen
Siechtum, Sterben, Ende.

 
 
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Zu jenen seiner Geisteswelten
und nach Verlust der gleichen
Realitäten sich gesellten
und ihm sein Bild aufweichten.
Nicht immer leicht der Absturz in den Schmerz,
wenn's um's Gefühl geht, und um's Herz.
 
Ja, mein lieber Carolus, "der Zeiten Gang gedenk ich", wie es Goethe , seliger, zu schreiben pflegte.
Man, schreib ich heut einen Schmarn zusammen. 😉
 
LG Heiko
 
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Lieber Heiko,
 
Du hast es nicht nötig, Dich klein zu machen und Dein Licht unter den Scheffel zu stellen ( "Man, schreib ich heut einen Schmarn zusammen."), denn das hintersinnige Zitat des Geheimrats lässt
unsereinen nachdenklich zurück. Ist doch darin die Erkenntnis enthalten, dass wir geneigt sind, schöne Erlebnisse wie Erkenntnisse
als schöne Bilder oder Erinnerung zu konservieren, aber in der Konfrontation mit einer anderen Realität ist:
"Nicht immer leicht der Absturz in den Schmerz,
wenn's um's Gefühl geht, und um's Herz."

 
In diesem Sinne Dir .
ein herzliches Dankeschön und demnächst einen erfrischend guten Tag.
Carolus
 
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Ein wunderbares Gedicht, lieber Carolus.
Nur der allerletzte Vers mag nicht, mich ganz zu überzeugen.
Vielleicht weil es, zu der reinen Lyrik davor, zu alltäglich, fast wissenschaftlich daher kommt.
Liebe Grüße
Carlos 
 
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Lieber Heiko,
 
Du hast es nicht nötig, Dich klein zu machen und Dein Licht unter den Scheffel zu stellen ( "Man, schreib ich heut einen Schmarn zusammen."), denn das hintersinnige Zitat des Geheimrats lässt
unsereinen nachdenklich zurück. Ist doch darin die Erkenntnis enthalten, dass wir geneigt sind, schöne Erlebnisse wie Erkenntnisse
als schöne Bilder oder Erinnerung zu konservieren, aber in der Konfrontation mit einer anderen Realität ist:
"Nicht immer leicht der Absturz in den Schmerz,
wenn's um's Gefühl geht, und um's Herz."

 
In diesem Sinne Dir .
ein herzliches Dankeschön und demnächst einen erfrischend guten Tag.
Carolus
 
 
Lieber Carlos,
 
Du liegst vollkommen richtig, wenn Du die letzte Zeile als "zu alltäglich, fast wissenschaftlich" bezeichnest. Bei der von mir gestrichenen Zeile - sie fällt wirklich aus dem poetischen Rahmen - hat mich mein ökologisches Gewissen gezwickt, an die Gefährdung des Grundwassers zu erinnern.
Vielen Dank für Deinen Einwand (und Dein Lob)!
 
Lieben Gruß
Carolus
 
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Du hast Recht, lieber Carolus.
Mein Licht ist unter dem Scheffel wirklich fehl am Platz. (Mal selbstironisch mein Selbstwertgefühl auf ein höheres Level gehoben.)
 
Und ...
Wer glücklich eine gefunden,
und Schluck für Schluck 
die Gabe der Natur genießt,
fragt sich: „Wie lange noch wird sie
mir kühles, reines Wasser schenken,
"... ohne gleich wissenschaftlich,
alltäglich gar zu denken?"
 
LG, eigentlich euch beiden C's, Heiko
 
  • WF Heiko Thiele
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