Hallo Mesochris,
ich finde die Worte schön gewählt und das Thema Feuer und Eis als Gegenpole auch spannend, aber nach einen Anfang, der mich durchaus mitnimmt, entgleise ich gedanklich bei den darauf folgenden Metaphern:
[QUOTE='Mesochris]Phoenix
Ein Vogel tanzt im Strom von glühend heißer Luft. Passt zum Phoenix, der verbrennt, um aus der Asche wieder aufzuerstehen.
Sie schenkt ein Tanzparkett, ein Korridor von Glas; Heisse Luft bildet quasi einen Tanzboden für einen Vogel - sehr gut
Und in der Rosenglut: ein Mahnmal, eine Gruft, Wo kommt jetzt auf einmal die Rose für die Rosenglut her? Mahnmal naja, ok. Gruft - passt irgendwo zum Mahnmal, wirkt aber doch sehr dem Reim auf Luft geschuldet
In der daselbst die Zeit die Schritte bald vergaß. Welche Schritte? Tanzschritte? Die Sekundenschritte der Zeit? In den letzten zwei
Zeilen wird es mir zu nebulös-schwurbelig.
........Eisvogel
Ein Vogel tanzt im See von Eis und schnappt nach Luft; Wieso tanzt ein Vogel im See? Tun das nicht eher Fische, wogegen der Vogel eher
über dem oder über den See tanzen wird?
Gefangen auf dem Grund – erdrückt vom Tränenglas, Der Vogel scheint abgestürzt und versunken zu sein.
Und durch der Kälte Kuss wird Lebensquell zur Gruft. Und erfriert im eiskalten Wasser.
Nur Stille ziert die Welt, die jedes Lied vergaß. Logisch.
[/QUOTE]Was ich ferner nicht erkenne: Welche gedankliche oder sonstige Beziehung besteht zwischen den beiden Vögeln, außer dass sie Symbole für Feuer und Eis sind? Der Eisvogel bleibt tot, der Phoenix kann wieder auferstehen. Das unterscheidet sie, das haben sie also nicht gemeinsam.
Ich glaube, die Gegenpole als Grundidee haben Potential und auch die gewählten Symbole. Aber was kannst Du uns aus dieser Idee heraus erzählen?
Vielleicht kannst Du damit etwas anfangen. Oder mir erklären, wo ich blind gewesen bin.
Viel Erfolg!
Ruedi