Sehr gut beschrieben hast Du das.
Manchmal reisst mich das fast nieder - dies - vermeintliche - Verlorengehen des Feuers.
Es ist aber nicht verloren.
Es wütet nur nicht mehr. Es hat erkannt, wo es sinnlos ist -- zum Einen, weil der nächste Waldbrand in einem Projekt oder in einer Angelegenheit, wo hinterher der Wald wieder genauso aufersteht, zwecklos ist. Zum Anderen, weil soviel beständiges Brennen eine auch ausbrennen kann, krank machen.
Feuer gezielt einsetzen -- als Lagerfeuer, wo andere und eineR selbst sich daran wärmen. Als Kerzenlicht, zum Erhellen finsterer Ecken in der eigenen und der Seele der Mitmenschen.
Als kurzen heftigen Flammenwerfer, wenn Unrecht gar zu groß wird, als dass mensch es mittragen könnte.
Was mir auch noch einfällt: Die starke Wut, das so starke Feuer ist oft auch übernommen. Auch das ... erkennt ein LI im Älter-Werden, dass das Brausen gegen jedes Unrecht vllt. ein Brausen für einen ganz anderen Menschen ist, der selber nicht entflammen konnte oder durfte.
Ich habe gestern was entdeckt, nämlich tanzte ich früher viel und leidenschaftlich. Und gestern tanzte ich sicherlich seit 10 Jahren das erste Mal. Und es reichen wenige Minuten nur und gemässigt um das Feuer einmal rund um meine Welt zu schicken ....überall wird es schön warm. Auch das ist das Alter.
Viele Grüße
Ichbrenneab&zu & Ichglüheimmer