Feedback jeder Art Felicitas Schönbaum

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  • Lydia J.
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Felicitas Schönbaum lebte im Heim,
in ihrem Haus war sie oft sehr allein.
Lange hat sie mit sich gerungen,
ihr schmerzender Körper hat sie gezwungen,
eine schwere Entscheidung zu fällen
und Pflege für sich zu bestellen.
Eine Weile ging es zuhause gut,
doch bald verließ sie Kraft und Mut.
Durch ihre ständigen chronischen Leiden
war es letztendlich nicht zu vermeiden,
dass sie ihr Häuschen aufgeben muss
und so fasste sie den Entschluss
in ein Heim für Senioren zu gehen,
das Leben zuhause war nicht mehr schön.
Ein Apartment für sich mit persönlicher Habe
mit Blick in den Garten in sonniger Lage.
Rund um die Uhr wurde sie betreut,
in ihrem Haus wohnen jetzt junge Leut.
Felicitas Schönbaum sich so arrangierte,
genoss die Pflege und spazierte
jeden Tag eine Stunde im Park.
Als sie heut Morgen ganz friedlich verstarb,
stellte man eine Kerze auf.
Alles nimmt so seinen ewigen Lauf.
 
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Hallo Rosa,
beim Lesen deines Gedichtes kamen mir Zweifel. Felicitas ist so pflegebedürftig, dass das zu Hause nicht mehr zu bewerkstelligen war und entscheidet sich für ein Heim. Und dann spaziert sie täglich gleich eine ganze Stunde durch den Garten. Wie ist das möglich?
Felicitas Schönbaum sich so arrangierte,


genoss die Pflege und spazierte


jeden Tag eine Stunde im Park.
 
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Pflege Genussmoment ist. Mir sträuben sich schon bei dem Gedanken die Haare, dass ich bei alltäglichen Dingen, wie Körperpflege Hilfe brauchen könnte. Aber vielleicht hast du eine miterlebte Situation beschrieben und ich kann es einfach nicht nachvollziehen. 
Für mich liest es sich irgendwie krass vereinfacht.
Nachdenklichen Gruß
Lydia
 
 
Autorin
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Liebe Lydia J.,
ich danke dir von ganzem Herzen für deinen Kommentar und das Interesse an dem Thema.  Als langjährige Leiterin einer Pflegeeinrichtung a.D.  pflichte ich dir bei, das es sicher nicht das erstrebenswerteste ist, sein Leben in einem Heim zu beenden. Dennoch ist es eine bessere Alternative, als allein und möglicherweise verwahrlost in der eigenen Wohnung zu leben. Im Alter stellen sich oft Probleme mit der Selbstpflege ein und dann ist verantwortliches Handeln gefragt. Tatsächlich hatte ich eine 82-jährige Tante, die in einer Potsdamer Senioreneinrichtung lebte, die täglich bis kurz vor ihrem Tod im Park Sanssouci spazieren ging. Pflegebedürftigkeit hat viele Nuancen und wird inzwischen in fünf Pflegegraden unterschieden. Unbestritten hat jeder Mensch das Recht, sein Leben (Gott sei Dank) selbst zu bestimmen. Wer jung ist, denkt noch nicht daran, doch ich habe schon meinen Plan. Ich hoffe sehr, dass meine Zeilen dich emotional versöhnen können und verbleibe mit freundlichen Grüßen
ROSA 🌹
 
Autorin
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Hallo Rosa,
danke für deine Antwort. Ich hatte den Beginn deines Gedichtes so verstanden, dass Felicitas hochgradig pflegebedürftig war und deshalb ins Heim ging. Vielleicht bin ich die Einzige, die deine Verse so interpretiert. Ich wollte dich nur wissen lassen, was dein Gedicht bei mir auslöste.
 
Meine Erfahrungen mit pflegebedürftigen alten Menschen im Heim sind wohl sehr unterschiedlich von den deinen.  Eine emotionale Dissonanz gab es deshalb aber nicht bei mir. Dafür würde es viel mehr als deine Verse brauchen. Ich habe nur dein Gedicht kommentiert. Es ging mir in diesem Fall  nicht um die Qualität der Altenpflege 😉. 
LG Lydia
 
  • Lydia J.
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