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Autorin
Registriert
08.05.19
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Es regnet Angst
die schweigsamen Jahre
atmen vernehmbar
wie als ich
der Kindheit entfloh
namenlos, nur ein
Überlebender
nach dem Feuer
erstickend sprachlos
zwischen knirschenden Zähnen
kriechendes Grauen
 
die Himmel steigen
aus roher Verzweiflung
auf in fremde, sündige Nächte
wie als meine
einarmige Puppe
ihr Kleid her gab
die Mittel der Folter
alltäglich allnächtlich
sprach, sprach wortlos der Wahnsinn
irre lachend
nur eine Puppe Puppe
nackt gemacht
nur eine
Puppe
 
wie ich zwischen
knirschenden Zähnen
Geständnis ablege
im Angstregen
 
trauriger Überlebender
kaum den Ruf vernommen:
Dies ist nicht
das Ende.
 
Autor
Registriert
23.08.08
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6.491
Hallo Lichtsammlerin,
eindrucksvolle Bilder, die für mich eine Art Kindheitstrauma beschreiben, wobei da vieles gemeint sein kann, von Kriegsangst/Vertreibung bis hin zum sexuellen Missbrauch. Konstruktiv lebt Lyrik zwar auch von Vergleichen, die zweimalige "als wie" Konstruktion mutet mich aber etwas sperrig an.
Gern Hineingespürt und LG
Perry
 
Autorin
Registriert
08.05.19
Beiträge
2.350
Hallo Perry,
 
ja, thematisch geht es um ein Kindheitstrauma, was genau gemeint ist lasse ich dem Leser einfach mal offen..
Die Wiederholung von "wie als" ist tatsächlich etwas schwierig, mir fiel leider nichts flüssigeres ein. Durch die Wiederholung wollte ich betonen, dass das LI und die genannte Puppe für die selbe Person stehen.
LG
Lichtsammlerin
 
Autorin
Registriert
22.04.19
Beiträge
336
Liebe Lichtsammlerin,
 
in deinem Gedicht kommt sehr eindrucksvoll das Gefühl einer unglaublichen Ohnmacht auf, die mitfühlen lässt.
Am meisten beeindruckt mich aber die Stärke, die trotz allem überlebt und gewonnen hat.
Es hat mich sehr bewegt.
 
LG Kirsten
 
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