Hallo Eve,
dein Gedicht würde auch zu der Rubrik "philosophisches" gut passen.
Was meint das lyrische Ich eigentlich?
Dass es selbst oder das lyrische Du einsam waren?
Je nachdem, für was der Leser sich entscheidet, muss die Interpretation anders ausfallen.
Nehmen wir an, das lyrische Du war einsam, dann hat das lyrische Es dessen Hand aus Mitleid fest gehalten.
Umgekehrt wäre der umgekehrter Fall gewesen.
Die Rede ist eigentlich nicht von "Hand" sondern vom ganzen Wesen.
Ich überspringe jetzt eine Möglichkeit und bleibe, rein hypothetisch, bei dem zweiten Fall. Dann, würde ich sagen, auch während des "Festhaltens" fühlte sich das lyrische Ich einsam. Ergo, es kam zu keiner Aufhebung der, Einsamkeit, des Gefühls des einsamseins.
Im ersten Fall hätte, nachträglich, das lyrische Ich das Gefühl gehabt, durch das Festhalten des lyrischen Dus wäre dessen Einsamkeit nicht aufgehoben worden.
Liege ich falsch oder irre ich mich?
Liebe Grüße liebe Eve
Carlos