Fette Tage

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Fette Tage
 
 
Es tut gut, das Auge übers Land streifen zu lassen.
Zur Linken Wiesen, durch die sich ein Bach schlängelt,
von vereinzelten Bäumen und Büschen gesäumt.
Rechter Hand bewaldete Hänge, nur unterbrochen
von Wundkratern aufgelassener Kiesgruben.
Die Wintergerste steht gut im Saft. Was einen freut,
denn es kommen auch wieder magere Zeiten.
 
Es fasziniert, Nase und Ohr in den Wind zu halten.
Der Raps riecht nach Sonne und die Kartoffelblüten
halten verschämt die bläulich weißen Trugdolden
mit ihren gelb leuchtenden Stamen ins Mailicht.
Über brachliegendes Baugebiet ziehen Distelfalter,
schwärmen aus auf der Suche nach neuen Brutplätzen,
während ein Düsenjäger im Tiefflug den Frieden bricht.
 
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Ich versuche mal mir den Text "anzueignen" nach den Prinzipien welche hier niedergelegt sind:
 
http://www.dichter-forum.de/im-prinzip-vt5135.html
 
Der Bach ist das Prinzip Blut. ohne gehts nicht und alles ist im Fluss.
 
Die Wundkrater sind das Prinzip Rund, genau wie die Planetenform und ueberhaupt alles was kreist und Löcher hat.
 
Das Prinzip Zeit scheint mir der Düsenjäger zu sein, da er katalysiert und als Symbol Brücken schlägt.
 
Das soll diesem ausgereiften Text aber keinen Abbruch tun, nur zur Disskussion anregen.
 
LG RS
 
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Textinterpretation ist ein weites Feld.
Bei mir ist die übertragene Bedeutung meist nicht so sehr verschlüsselt.
Der Text kleidet die beschauliche Naturbetrachtung in das Gleichnis von den 7 fetten und mageren Jahren. Sprich: Hinter jedem Schönen steht auch immer der Schatten des Unheils.
Danke und LG
Perry
 
  • Perry
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