Feedback jeder Art Gebet

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  • Dionysos von Enno
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Er stand die Arme aufgefaltet wie ein alter 
Zauberspruch
Sein Mund -als lese er Gefahr von ihnen fort-
als binde er mit seinem Brabbeln einen schwarzmagischen Fluch -
hoch in ihr Eilen aufgestellt wie ein Altar 
 
Als käme ihm durch sein so abgrundtiefes Reden das Platinrauschen eines Seraph nah 
Als ginge durch sein wirres graues Bettlerhaar 
etwas das dazumal auch uns geschah,—
Das Beben eines Engels wie ein Wunder bar: Ein aus dem tiefsten Herzen wahres Beten 
 
Sie sehen ihn vor diesem Supermarkt verweilen
die Hände in das Licht getaucht
Für sie war er stets Hindernis in ihrem Eilen 
doch wie er jetzt die letzten Worte haucht ,-
wie zwischen Wolken Himmel blaut -
da merken sie es auch:
 
Daß er im Grunde nicht für sich hier steht
Der aufgegebene Körper
längst schon selbst
Gebet
 
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Herbert Kaiser schrieb:
Guten Morgen, lieber @Dionysos von Enno,


 


dein Gedicht gefällt mir sehr gut, obgleich ich manchmal Schwierigkeiten habe, deinen kunstvoll verwobenen Zeilen zu folgen. Dann stehe ich staunend in einem Irrgarten der Renaissance. 
Beim Lesen dieser Zeilen musste ich unwillkürlich an Khalil Gibrans „Prophet“ denken.


 


LG Herbert 


 
 
Lieber Herbert, ein "Irrgarten der Renaissance" - ein schönes Bild ! Die Reminiszenz an die 26 Reden des Almustafa ist bemerkenswert ! Danke dafür
 
mes compliments

Dionysos 
 
  • Dionysos von Enno
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