• Kleine Bärin
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Autorin
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Gedanken
 
 
Warum so bleischwer-zäh
beinahe festgefahren
von zwängen starr
und scheinbar tot seit jahren ?
 
Einbahnstraße, endlosschleife,
chancenlose endlichkeit –
so scheint oft der gedanken welt,
wo altes wissen nicht mehr zählt.
 
Gegängelt durch der medien macht
bevölkern sie ein einmalland.
Sie taumeln blind in heller nacht
und klonen sich um den verstand.
 
Wehe dem, der aufbegehrt,
sich lösend von der masse ketten-
seine gedanken gelten als völlig ver-kehrt,
könnten sie doch die menschheit retten.
 
Denn vielgestalt und mehrfachwege
streben zu unendlichkeit,
schöpfen aus des lebens wiege
größte kraft und mächtigkeit.
 
Doch angst vor der veränderung
hält massen in der lethargie.
Wer wissen trägt und anders denkt,
dem glaubt die herde nie.
 
Autor
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Hallo Bärin,
 
auch das Werk gefällt mir weil es sich von anderen abhebt. Vokalchemist hätte sicher die geballte, adjektive Kraft kritisiert, aber ich steh auf Beschreibungen :mrgreen: Allerdings stört mich Strophe 4 ein wenig. Vers 3 davon ist deutlich länger als die restlichen und die gerettete Menschheit in der Zeile drauaf klingt so pathetisch im vergleich zum wirklich cleveren Rest. Dafür ist deine 5te wieder ganz großes Kino
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Zwar hätte man den Schlussatz vielleicht gar nicht so gebraucht und das Ende für den Leser offener halten können (du weißt schon, so nach dem Motto "Ansporn zum selber denken" :wink: ^^), aber ich kenne das aus eigenen Werken, da muss ich auch immer meinen Senf dazugeben :lol:
einmalland und mehrfachwege fand ich sehr schön gewählt! Inhaltlich leider ein Abbild der Wirklichkeit, wobei ich nichtmal glaube, dass Angst vor Veränderung die Lethargie schafft, mMn ist da auch eine "natürliche" Lethargie der Veränderung im Weg. Vielleicht auch Hoffnungslosigkeit.
 
lg Nino
 
Autor
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13.09.10
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Hallo Kleine Bären,
 
mir gefällt dein Gedicht auch sehr, vielleicht weil sich in meinem Kopf manchmal ähnliche Gedanken klonen
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, aber auch weil es gut
geschrieben ist.
 
 
 
 
Liebe Grüße
 
Autorin
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27.12.07
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Hi Nino,
ja, der Adjektiv-Feind fehlt mir auch mit seinen oft bissigen Kommis, schade!
Schon richtig, dass die letzte Zeile in der 4. Strophe etwas pathetisch klingt, aber es ist doch wahr, wenn man bedenkt, wie wir uns von anderen, die diese Lethargie ausnutzen, ohne uns merklich zu wehren, den "Ast absägen lassen, auf dem wir sitzen ".
Angst vor der Veränderung schafft natürlich genau diese gefährliche Lethargie und gerade dieses Nicht-hinschauen, Nicht-wahrhaben-wollen, Nicht-handeln-wollen ist dann der beste Nährboden für die Manipulation, die Massenhypnose durch die einige Wenige, ihre eigenen gierigen Machtziele zu verwirklichen suchen - arme Menschheit!
Machmal tut es gut, auch hier im Forum, einfach mal in die Humorecke zu schauen, um das Schmunzeln nicht zu verlernen, so z.Bsp. beim Lesen der Weihnachtsfrau.
Einen lieben Schneegruß aus Wuppertal
d.Kl. Bärin
 
  • Kleine Bärin
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