Feedback jeder Art Gehe nicht über Los

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  • Sternwanderer
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Gehe nicht über Los
 

Wie könnte ich enttäuscht sein
hatte ich keine Erwartungen
an dich und auch nicht an mich
So bewahrte ich mich vor allem Übel
den Missständen in meinem Herzen
dem Ungleichklang meiner Seele - und
den Entzugserscheinungen meines Körpers
Warum sollte ich so ein großes Risiko eingehen
käme es nicht einer Geißelung gleich?
Ich mag meine Unversehrtheit, meinen Selbst
Frieden
und die geliebte Konstante des Immergleichen
Aber –

Da ist die immer währende Frage:
wer begleitet mich mal bis zum Tod?
und gehe vielleicht doch einmal über Los!
 
© Sternwanderer
 
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Schön, reflektiert und sanft.
 
Wer begleitet mich länger im Leben,
das Ecken und Kanten hat?
Wem darf ich mich geben,
weil ich ihn wirklich mag?
Wie bleibe ich Ich und werde tief,
da doch die Liebe aus Tiefen rief.
 
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Liebe Sternwanderer,
wie Du siehst gefällt mir Dein Gedicht super!
Eine Frage allerdings habe ich: "Gehe nicht über Los"?
Alles Liebe Egon
 
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Lieber @Egon Biechl 
vielen Dank.
 
Der Titel ist an das Monopoli Spiel angelehnt und dachte mir, das passt gut zu den Gedanken, die sich mir in den Sinn schoben. 
"Gehe nicht über Los" bedeutet im Spiel dass sich der Spieler direkt ins Gefängnis begeben muss und keine 4000€ einkassieren darf. 
Und das ist die Metapher für mein Vers Libre. Nämlich: Das lyrische Ich will sich nicht fest Binden, aus Gründen die du oben gelesen hast. 
Bedeutet aber auch für LI mehr oder weniger allein das Leben zu leben und wohl möglich auch ganz allein beenden zu müssen. 
Zum Schluss dann das Resümee doch eine feste Beziehung eingehen zu wollen. 
 
Ich hoffe, du kannst meine Erklärung nachvollziehen. 
 
LG Sternwanderer 
 
 
 
 
 
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Hallo Sternwanderer, ein interessantes Gedicht von Dir. Das Leben ist ein Spiel und wer nicht wagt..... Es gehört Mut dazu, sich zu binden. 
 
Lieben Gruß Juls
 
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Was du ansprichst, ist tatsächlich ein tiefes Anliegen. Wir sind alle Halbheiten und brauchen einen anderen, um uns, mit uns. Wenn der oder die eine nicht kommt, sich nicht ergibt, dann nach nur Freunden suchen, nach Gleichgesinnten, in Vereinen, Initiativen, Gesellschaften, Salons. Offen und wach bleiben, die Menschen suchen alle nach Annahme und Liebe. Hier die Seriösen von den Kindern unterscheiden, die noch wachsen müssen, hilft. Damit es gleichgesinnt wird und mit annehmbarem Boden Gegenseitigkeit, Austausch und Respekt durchs Leben gehen kann. Doch auch: Wir Menschen sind verschieden. Das enttäuscht uns dann und wann. Gehört aber dazu.
Beste Wünsche,
Thomkrates
 
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Liebe Sternwanderer,
jetzt wird mir Vieles noch klarer. Danke für die ausführliche Erklärung, die so auch für einen Nicht-Monopoli-Spieler begreiflich wird.
Liebe Grüße Egon
 
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Liebe @Darkjuls
 
Das Leben ist schon mehr als ein Spiel  denn Spiele machen wir freiwillig und werden gefragt ob wir gewillt sind das Spiel zu machen, was zu unser aller Geburt natürlich nicht geschehen konnte. 
 
Wir müssen zusehen unser Leben zu leben, mit allem was dazu gehört. Auch eine Partnerschaft  gehört dazu, da es nicht gut für den Menschen ist allein zu sein. Und auf so eine Zweierbeziehung einzugehen gehört, wie du schon sagtest   Mut  den eben nicht jeder aufbringen kann. 
 
LG Sternwanderer 
 
 
 
Ja @Thomkrates
 
wir brauchen das Miteinander, wäre das Selektieren nur nicht so schwer. Die Blender in allen Geschlechtern sind mannigfaltig. Insofern kann ich LI verstehen. Irgendwann ist man die Enttäuschungen satt und flüchtet sich aus Selbstschutz in die flüchtigen und nie ernst gemeinten Liebeleien. Leider sind die nicht erfüllend. LI stellt das ja final fest. 
 
LG Sternwanderer 
 
 
 
@Egon Biechl
 
Gern geschehen 
 
LG Sternwanderer 
 
Autorin
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Ich kann mich in allem Thomkrates anschließen.  Entweder wir sind mutig und nehmen auch Niederschläge in Kauf oder wir sind irgendwann alleine. 
Ein sehr starkes Gedicht 
Liebe Grüße Ilona 
 
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Vielen Dank @Ostseemoewe liebe Ilona, 
 
Niederlagen und Rückschläge gehören zum Leben und sollten uns bereichern, genau wie die schönen Dinge im Leben. Alle negativen Erlebnisse lehren uns etwas, man muss es nur zulassen. 
 
LG Sternwanderer 
 
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Nun liebe Sternwanderer,
zu deinem so zarten aber auch traurig stimmenden Text wäre vielleicht noch anzumerken:
'so lass mich los, damit ich bei dir bleibe
trotz all der Tränen, die getrocknet nur der Wind,
im Miteinand jedoch auch so allein,
verflüchtigend im zartem Sehnsuchtslind...'
Herzlich liebe Grüße

Uschi
 
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Vielen Dank, liebe @Uschi R.  
 
Und noch so ein wunderschönes Antwortgedicht, ich freue mich sehr darüber.
 
 
LG Sternwanderer
 
 
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