Feedback jeder Art Gott

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  • Onegin
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Gott
 
Tage gibt es
fahl sanft und blass
 
da nährst du dich nur noch
von Chips und Jack Daniels
 
da schläfst du morgens
am dreckigen Küchentisch ein
 
da bist du zu faul
um die Wäsche zu wechseln
 
und Tage gibt es
böse und krähenschwürig
 
da fällt dich die Fensterfront
aus der Jahnstaße an
 
da frisst du der Angst
wie ein Hund aus der Hand
 
da klaubst du Zigaretten
vom Pflaster auf
 
weil es dir kalt ist
 
Siehe
an solchen Tagen
ist dir Gott nahe
 
weil du weißt
wie fern du ihm bist
 
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Hi Onegin,

das ist ein sehr pakendes Gedicht.
 
Es scheit, als hätte dein LI den Ratgeber „Leben - leicht gemacht für jedermann“ von Charles Bukowski gelesen.

 
Siehe
an trostlosen Tagen
kannst du Gott eine Kippe schenken
 
weil du weißt
du wirst sie nicht los
 
LG/G
 
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Ein Gott mit einem Langen Schatten. Indirekt zeigt dir dieser Umstand, dass die Sonne untergeht.
Schön geschrieben, die Wortschöpfung "krähenschwürig" finde ich bemerkenswert.
VLG Peter
 
Autor
Registriert
16.09.21
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Ja Peter, einen Gott, der einen so langen Schatten wirft, dass man sich ihm nur noch auf paradoxe Weise nähern kann... So ist die Hoffnung, die dieses Gedicht vermittelt, nur fadendünn. 
Anders als Gaukel vermutet, hat hier nicht der ewige Charles Bukowski Pate gestanden,  sondern das nordische Kino: Ingmar Bergmann und vor allem Aki Kaurismäki 
 
Allen Kommentatoren und Beiträgern gilt mein Dank
 
Beste Grüße
Onegin
 
  • Onegin
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