Liebe Letreo,
ich muss mich schuldig bekennen!!!
Ich begiere so viel.. Leben, Licht, magische Augenblicke, Hoffnung, Neues entdecken und und und... ich kriege einfach nicht genug. Und wenn die Sonne nicht aufpasst........................................ :whistling: würd ich mir ihr ganzes Licht in die Hosentasche stecken. Aber andererseits finde ich, sollte dieses Licht mit allen geteilt werden, so ist es doch ganz gut, dass ich es der Sonne nicht stibizen kann.
Habgier. Oh.. mmh, vielleicht schmeiße ich auch zwei Dinge in einen Topf, die nicht zusammengehören. An Hab und Gut begiere ich nichts, als ein Dach überm Kopf und Notizbücher zum Schreiben und mein Klavier. Ok, und als Kind die Lollis beim Arzt, die wollte ich immer so gerne haben..
Aber genug davon. Dein Gedicht zeigt auf den Punkt wie "giftig" diese Gier sein kann. Und sie verbreitet sich, nur wenige sind diesem Gift gefeit glaube ich. Unbewusst geht es so schnell.
Interessant finde ich allerdings den Bezug zur Elster, der in den Kommentaren auftaucht. Ok, klar, dein Akrostichon flüstert ja auch davon. Aber das hätte ich sonst nie vermutet, denn übertragen hieße es, dass jeder von uns eine Elster in der Brust hätte. Aber Elstern stibizen nicht aus Habgier. Zumindest soweit Mensch weiß, ist solch ein Gefühl diesen Tieren unbekannt.. natürlich ist Habgier an sich ein evolutionär überlebenswichtiger Aspekt, der fast alle Tiere betreffen dürfte. Das bezieht sich dann aber i.d.R. auf die besten Ressourcen. Dass Elstern dafür bekannt sind wertvolle Stücke zu stehlen, ist ja eher Zufall. Sie stehlen alles gerne, und was funkelt und glänzt besonders. Genauso gut ließe sich aber Alufolie präperieren.
Naja, wie auch immer. Es ist wohl vielmehr das Bild, welches wir mit der diebischen Elster assoziieren.
Es ist schon interessant, wie Menschen nach immer mehr gieren, obwohl sie schon so viel haben. Es scheint veranlagt zu sein, und doch wird dieser Teil am liebsten geleugnet. Wir wissen um die unschöne Eigenschaft.. aber sich ihrer zu entledigen ist schwer möglich. Für viele wiederum geht es tatsächlich ums Überleben, auch das darf man nicht vergessen. Aber auch hier bezieht sich die Habgier wieder auf überlebenswichtige Ressourcen, nicht auf "Luxusgüter" wie die meisten aller Dinge, die wir gerne haben wollen.
Es lohnt ab und zu darüber nachzudenken.
Formtechnisch gefällt mir dein Gedicht gut, Akrostichon lesen sich sonst tatsächlich nie immer so gut flüssig. Hier ist das sehr gut gelungen.
Liebe Grüße, Lichtsammlerin