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  • J.W.Waldeck
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Handverlesen
 
 
 
nicht genug getan, nicht genug genossen
innigem Vorwurf anheim gefallen
der ein Mietleben ausrichtet
statt es mit Gaben zu erfüllen
wie ein Meer nach dem Land greift
das unsichtbare Tiefen zerwühlen
 
mit gewaltigen Wellen der Aufruhr
der stille Wunsch aufkeimt
das bedrohliche Auf-und-Ab sei nur…
das Nachlassen der Kräfte
gemeinsam mit der Erde zu schwinden
die auf den Grund sinkt und vergisst
 
das sie mal Land war, Lebenslicht
heilende Hände, die keine Rechenschaft fordern
die den Meeresboden aufwirbeln
Herabgesunkenes zurück zur Oberfläche holen
kein kaltnasser Sandklumpen auf Inseln
bloß, sich in Handflächen schmiegen
 
 
© j.w.waldeck 2020
 
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Danke an @Joshua Coan, @Ponorist und @Freiform fürs Lesen und Gutfinden!
Das Meer ist für mich wie für viele vor mir eine Symbol für das schöpferische Ewige an sich.
Es ist eines meiner Steckenpferde, aber ich versuche, nie zu viel darüber zu schreiben
um niemals einseitig zu wirken.
 
 
Verschwommen schwärmt das Unendliche

 
was der Fluss in tiefer Kluft noch weiß
ist sich verströmen
sich‘ren Untergangs zum Trotz
die eine Richtung reicht
seinem Auflösen im großen Meer
das nicht weiß, woher all die Facetten
seiner Persönlichkeit geboren
ihr Wesen ohne Gleich verloren

 
im Widerspruch gespiegelt
so viele Einflüsse aufgewiegelt
die aufbegehren
im wilden Rausch alten Lebensleids
greifen fünfgliedrige Sinne ins Leere
leuchten zahllose Kronen golden
im gebrochenen Sonnenlicht gezackt
von geistigen Reichen reich
 
 
Mit aufrichtigem Gruß,
Waldeck
 
 
 
  • J.W.Waldeck
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