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Hinfort bist du gegangen

  • Freiform
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Hallo Freiform,
 
in jeder Zeile spricht hier eine unendliche Sehnsucht und Nähe, formvoll und anrührend aufs Papier gebracht.
Der Verlust ringt mit dem Wunsch festzuhalten, zu bewahren..
In der letzten Strophe überwiegt das Bewahren im Gedächtnis. Und ich bin an paar Kleinigkeiten hängen geblieben:
"Ich speichre dich in Worten" - mit dem "speichre" mag ich mich nicht so ganz anfreunden, was spricht gegen die Langform? Oder falls dir der Vers dann zu lang scheint, wie wäre es mit einem "wahre" oder "halte"?
"dein Antlitz ziert mein Bild" --- Wunderschön!
"du warst mein Lebens Schild" - mmh, ich würde das "Lebensschild" zusammen schreiben, aber das mag geschmackssache sein. Was mich ein wenig wunder ist das "warst", da du in denen Zeilen davor betonst, dass das LD bleibt, dass nichts es entreißen kann.. Diese Betonung wird durch das "warst" mE unterbrochen. Vielleicht passt ein "bleibst" besser, auch wenn die Person real nicht mehr da ist?
 
Freiform, das ist Kritik auf hohem Niveau, denn deine Zeilen sind wunderschön. Vielleicht kannst du dennoch etwas mit meinen Gedanken anfangen.
 
Liebe Grüße, Lichtsammlerin
 
Hallo Freiform,
 
gefallen mir gut, deine Erinnerungen an das/ein LD.
Warmherzige Gedanken und schöne Bilder führen mich durch dein Gedicht.
 
Meine Gedanken zu deinem Werk:
 
Ein paar kleine Rhythmusänderungen biete ich dir an, die du wie immer
auch verwerfen kannst.
Hinfort bist gegangen
Hinfort bist du gegangen
meine Seele trägt so schwer
die Seele trägt so schwer
wo du einst aufblühtest
wo du einst strahlend* blühtest -------------- *oder sonstwie
ist der Platz jetzt leer
ist jetzt der Platz so leer
 
Ich such dich in den Wolken
Stimmiger schiene es mir, wenn das LI nicht nach dem LD 'suchen' müsste,
sondern 'finden', 'sehen', 'hören', 'spüren', 'wissen' etc. würde?
 
nichts kann dich mir entreißen
Dieser Gedanke wirkt im Kontext deines Gedichtes auf mich etwas zu grob,
fast räuberisch. Ich meine, das ließe sich auch ein wenig friedvoller
formulieren.
 
Freiform, ein schönes und stimmungsvolles Gedicht hast du hier verfasst.
Ich habe es gern gelesen und darüber nachgedacht.
 
LG
Berthold
 
Hallo Freiform,
 
sehr, sehr schöne Zeilen hast du für das Erinnern an einen lieben Menschen gefunden.
 
 
Das Einzige was mir nicht gefällt ist das alte Wort: Hinfort – Ich meine das- Fort - voll und ganz genügt hätte, aber das ist Geschmacksasche.
 
 
LG Sternwanderer
 
Hallo Freiform,
 
gefällt mir gut, deine überarbeitete Fassung. Und natürlich ist am wichtigsten, dass es für dich stimmig bleibt!
Eine Frage bleibt mir jetzt noch: du hast aus "ist der Platz jetzt leer" ---> "ist dein Platz jetzt leer" gemacht. Was mir ein wenig doppelt gemoppelt scheint (Vorvers "wo du einst aufblühtest"). Das "dein" widerum suggeriert einen festen Ort, einen ganz bestimmten Platz. Zuvor war es mehr... überall wo (du) einst warst und geblüht hast... ist der Platz nun leer - ohne dich. Vielleicht verstehst du was ich meine?
 
Liebe Grüße, Lichtsammlerin
 
Hallo Freiform, Dein Name sagt es ja schon, du möchtest dich nicht an konventionelle Regeln halten. Das kann man auch akzeptieren.
Eigentlich geht es mir genauso. Jedoch muß ich eingestehen, das so mancher Text, den ich mit der von mir gewollten Betonung lese, von anderen Lesern so nicht betont und damit nicht verstanden wird.
Am besten merkt man das wenn man sein Gedicht eine Woche liegen lässt und dann selbst laut liest. Wenn man ab und an aus dem Rythmus kommt weiß man wie es der Leser empfindet.
Die Vorschläge von Berthold sind so wie ich, das Gedicht, wenn es von mir wäre, auch verändern würde. Nimm aber eigene Worte und achte darauf das sich die reimenden Zeilen im Rythmus lesen lassen.
 
Dein Gedicht ist zu schön um es zu vereißen. Es gefällt mir, aber du kannst es noch besser machen.
 
beste Grüße an dich
 
  • Freiform
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